“Outdoor-Yoga verändert das Erleben und ist eine einzigartige Erfahrung”, sagen viele, die normalerweise Indoor auf der Matte sind. Wohin sollte man den Fokus legen? Was bringt Outdoor-Yoga, was bringt Indoor-Yoga? Auf welche 3 Aspekte solltest du bei Outdoor-Yoga achten?
Sonne, Wind, Natur – ich bin Outdoor-Fanatiker.
Wenn ich nicht mindestens einmal am Tag draußen bin, fehlt etwas. Über den Sommer drehen wir die meisten Yoga-Videos draußen, wenn das Wetter einigermaßen passt.
Für mich selbst mache ich Yoga auch dann draußen, wenn wir draußen klettern oder bouldern, wenn die Slackline aufgespannt ist oder wenn wir uns mit Freunden zum Outdoor-Yoga treffen. Outdoor-Yoga finde ich eine super Sache, wenn es ein bisschen angepasst wird.
Auf der anderer Seite hat Indoor-Yoga andere Vorzüge, von denen wir uns ebenfalls einige heute anschauen.
Outdoor-Yoga gibt eine andere Wahrnehmung
Denk mal an einen Kletter- oder Trekkingurlaub zurück, der dich vor allem durch faszinierende Landschaften in Erinnerung geblieben ist.
In solch einer Umgebung Yoga zu machen, ist für mich ein anderes Erlebnis, weil ich den Moment ganz anders wahrnehme und voll präsent bin. Ganz gleich ob es die Wellen eines idyllischen Sees sind, eine Ebene mit einer fantastischen Aussicht, Felsen und Berge, die Wüste oder die Bäume im Park – jeder Ort hat eine Wirkung.
Diese Wirkung kann helfen, die Yoga-Übungen intensiver zu erfahren, vor allem wenn die Übungen länger gehalten werden. In einer Gruppe ist Outdoor-Yoga anders als wenn man Yoga für sich praktiziert. Auch da können die Yoga-Übungen einfach zum Genuss werden, weil es Spaß macht, draußen in einer schönen Umgebung zu sein.
3 wichtige Aspekte für dein Outdoor-Yoga
Wenn du die September-und hoffentlich Oktober-Sonnenstrahlen noch ausnutzen und draußen Yoga machen möchtest, behalte diese drei Punkte im Hinterkopf:
Organisatorisches
Draußen sind die Umgebungsbedingungen anders. Damit das Outdoor-Yoga trotzdem zum Genuss wird, mach dir vorher Gedanken um Sonnenschutz, ob es starken Wind gibt, welche Kleidung du dabei hast und ob du dich eventuell auch mit Insekten anfreunden kannst.
Auch die Yoga-Matte muss passen. Manchmal macht es sogar mehr Sinn, ein Beach-Handtuch zu nehmen oder alles komplett wegzulassen. Manche Übungen funktionieren auch ohne Matte und selbst mit Schuhen.
Pass die Übungen an
Draußen ist der Boden eventuell uneben und meistens weicher.
Achte auf eine stabile Ausrichtung in euren Yoga-Haltungen. Für Kletterer mit empfindlichen Handgelenken heißt das Aufpassen und Anpassen: Lass Übungen weg, die auf die Handgelenke gehen und pass die Handhaltung bei Bedarf an.
Übungs-Kenntnis
Du solltest die Übungen, die du draußen machen möchtest, kennen und einigermaßen können. Gleichgewichtshaltungen, die Indoor nicht funktionieren, funktionieren Outdoor vielleicht besser. Bei den Übungen solltest du allgemein jedoch wissen, worauf es ankommt. Von einer abgefahrenen Yoga-Übung draußen würde ich die Finger lassen und die Schwierigkeit lieber etwas reduzieren.
Wann ist Indoor-Yoga besser?
Der letzte Punkt zur Übungs-Kenntnis und zur Schwierigkeit ist für mich neben der Wetterunabhängigkeit der große Pluspunkt für Indoor-Yoga. Wenn du konzentriert und gezielt an der Verbesserung arbeiten möchtest, macht Indoor-Yoga mehr Sinn.
Wenn du nicht gerade einen schönen Garten und damit einen festen Platz hast, eignet sich Indoor-Yoga mehr, um eine Yoga-Routine zu entwickeln. Yoga hin und wieder mal ist nett und bringt für den Moment sicher ein gutes Gefühl – mehr aber auch nicht.
Wenn du mehr Beweglichkeit, mehr Körperkontrolle oder auch die mentalen Veränderungen, wie z.B. Konzentration und innere Stärke, entwickeln möchtest und einen Unterschied beim Klettern sehen willst, geht es nicht ohne regelmäßiges Yoga.
Dafür brauchst du dir nicht notwendigerweise 60 Minuten oder mehr freihalten. Kürzere Einheiten, dafür häufiger gemacht, haben meistens eine größere Wirkung als man denkt.
Zusammengefasst: Outdoor-Yoga ist Genuss-Yoga, Indoor-Yoga ist für eine gezielte Praxis
Outdoor-Yoga ist eine sehr besondere Erfahrung, wenn die Umgebung und das Organisatorische passen. Du kannst dafür draußen mit Stand- und Gleichgewichtshaltungen anfangen und einfach mal schauen, wie sich das für dich anfühlt. Es muss nicht besonders lang sein; hilfreich ist dafür, wenn du eine überschaubare Sequenz ein paar Mal macht, die du schon kennst.
Wenn du dagegen gezielt an etwas arbeiten möchtest, ist Indoor-Yoga die bessere Wahl. Auch für die regelmäßige Praxis ist Indoor-Yoga leichter umzusetzen.
Wie bei vielen Sachen gilt: Die Mischung macht’s. Es muss nicht entweder oder sein – warum nicht beides?
Frage an dich:
Welche Yoga-Videos magst du lieber auf bei uns?
Indoor Yoga, Outdoor Yoga, beides?
