“Bringt mir das Yoga wirklich was fürs Klettern?” möchte ich wissen. Welche Gedanken ich zu Yoga habe, wie ich zum Klettern stehe und wie mein Plan fürs Yoga aussieht, erzähle ich dir hier.
Yoga und Nima – da treffen zwei neue völlig neue Welten aufeinander.
Sind wir kompatibel? Und bringt mir das Yoga wirklich was fürs Klettern?
Dies und mehr teste ich in den nächsten Wochen. Aber wer diese Nima überhaupt ist, das erfährst du schon heute.
Ich bin Kletterin. Und Entspannungstrainerin. Und Abenteuerin.
Außerdem blogge ich über Outdoor-Aktivitäten in Spanien und mache leidenschaftlich gerne Sport.
Aber Yoga? Das habe ich noch nicht ausprobiert.
Yoga für Anfänger - meine Gedanken dazu
Trotz meiner Ausbildungen als Entspannungspädagogin und zum systemischen Coach hatte ich mit Yoga bisher wenige Berührungspunkte. Mal war es mir zu hip, mal zu spirituell, mal zu schwierig.
Natürlich weiß ich, dass Yoga sehr positive Auswirkungen auf den Körper und den Geist haben soll. Das ist ein Aspekt, der mich daran reizt.
Ich weiß aber auch, dass in mir ein kleiner Schweinehund schlummert, wenn es darum geht, regelmäßig etwas zu Üben. Kurz bevor ich auf der Yogamatte lande, fällt mir dann ein, dass ich unbedingt genau jetzt noch die Wäsche abhängen muss. Und einkaufen. Nur nicht üben.
Das soll sich jetzt ändern.
Ab dieser Woche steht dreimal in der Woche Yoga für Anfänger auf dem Plan.
Wieso kommt es mir auf einmal in den Sinn, damit überhaupt anzufangen?
Grundsätzlich bin ich immer an Neuem interessiert. Lernen ist für mich ganz wichtig und schließlich soll Yoga ja gesund sein.
Außerdem habe ich ganz pragmatische Gründe:
- Ich erhoffe mir durch das Yoga mehr Beweglichkeit.
- Ich möchte meinen Gleichgewichtssinn und mein Körpergefühl verbessern.
- Die verschiedenen Atemtechniken und ihre Auswirkungen aufs Klettern interessieren mich.
Da ich beim Klettern und Bouldern tendenziell eher ängstlich bin, möchte ich außerdem herausfinden, ob mir das Yoga hilft, mich besser fokussieren zu können.
Wären da nicht diese Befürchtungen ...
… die da lauten:
- Der besagte Schweinehund.
- Viele Ablenkungen und Aufgaben, da ich in 10 Wochen Deutschland verlasse.
- Dass ich die Übungen nicht verstehe oder sie falsch ausführe.
Wie oft habe ich schon gehört, dass man beim Yoga extrem vorsichtig sein muss.
Das hat mich bisher immer etwas verunsichert. Was, wenn ich es falsch mache? Richte ich damit Schaden an?
Andererseits bin ich neugierig, wie ich dafür sorge, dass sich meine Befürchtungen nicht bewahrheiten. Als Coach sollte mir das ja wohl gelingen, oder?
Klettern soll Spaß machen
Mit dem Klettern habe ich übrigens erst vor drei Jahren begonnen, da war ich 38 Jahre alt.
Ich wollte etwas gegen meine Höhenangst unternehmen und dachte, das sei eine gute Idee.
Inzwischen weiß ich, dass ich weniger ein Problem mit der Höhe habe als ein Problem mit dem Fallen.
An manchen Tagen habe ich meine zittrigen Beine gut im Griff, an anderen komme ich schon nach zwei Metern an meine Grenzen.
Mein Ziel war es nie, immer besser, höher, weiter zu klettern, sondern einfach daran Spaß zu haben.
Wenn ich den persönlichen Ehrgeiz verspüre, schwerere Routen anzugehen, ist das in Ordnung. Wenn nicht, ebenfalls. Was für mich zählt, ist Spaß zu haben. Dazu gehört für mich – neben dem Draußensein in der Natur – auch der sportliche Aspekt. Meinen Körper zu fordern, zu experimentieren und mich fit zu halten.
Trifft eigentlich alles auch auf das Yoga zu, oder?
Mein Plan
- Ich male mir ganz bildlich aus, was mir das Yoga beim Klettern bringt.
Wenn ich dann meinen Yoga-Termin verschieben oder vernachlässigen möchte, rufe ich mir genau dieses Bild vor Augen, um mich zu motivieren! - Ich setze mir drei fixe Termine in der Woche.
Nicht „dreimal irgendwann“, sondern Montag um 10.00 Uhr, Mitwoch um 17.00 Uhr und Freitag um 10.00 Uhr. Diese trage ich mir in sowohl offline als auch online in einen Kalender ein – sicher ist sicher! - Ich setze das Üben am Anfang so niedrig an, dass es mich nicht abschreckt.
30 Minuten wären mir zu viel, aber 15 Minuten sollte ich schaffen. Und wenn es dann doch längert dauert, umso besser.
So, der Plan steht – es kann losgehen.
Wie hast du das Yoga in deinen Alltag integriert? Ich freue mich über deine Tipps!
