Ohne Treibstoff fährt es sich nicht gut. Und genauso klettert es sich nicht gut, wenn sich der Hunger meldet. Welche Nahrungsmittel eignen sich, um den Hunger zu besänftigen und sind trotzdem leicht verdaulich, um weiter klettern zu können? Gar nicht so leicht …
Essen war für mich schon immer ein wichtiges Thema. Wenn ich Hunger habe und nichts zu essen in greifbarer Nähe habe, werde ich schnell genervt bis grantig.
Ich beneide die Kletterer, die mit relativ wenig auskommen und trotzdem viel Energie haben für’s Klettern! Denn beim Klettern ist das für mich eine richtige Herausforderung, die Balance zwischen gesättigt (–> Energie) und nicht überfressen (–> träge) zu finden.
Vor dem Klettern gut zu frühstücken oder sich vorher in einer Bar zu stärken (typisch Spanien – bringt Geduld mit, wenn ihr mit spanischen Kletterern unterwegs seid), hat bei mir meist gut funktioniert.
Die Schwierigkeit kommt immer dann, wenn ich vor dem Klettern nicht genug esse oder beim Klettern zu lange warte und sich dann plötzlich starker Hunger meldet. Ich habe mehrere Sachen ausprobiert, von manche besser, andere gar nicht für’s Klettern funktioniert haben.
Was bei mir mal gar nicht fürs Klettern funktioniert
Zuhause gar kein Problem, in Kombination mit dem Klettern jedoch gar nichts für mich: Brot & co.
Ich erinnere mich an einen Kletternachmittag, an dem wir direkt vor dem Klettern noch zwei “Bretzen”, wie man hier im Franken sagt, und Käsestangen gegessen hatten. Erst hatte es für ein paar Routen mit dem Klettern gut geklappt, bis sich plötzlich ein unglaubliches Vollegefühl und Unwohlsein ausbreitete, das sich den ganzen Nachmittag hielt.
Nach diesem unangenehmen Erlebnis habe ich mal genauer hingeschaut und gemerkt, dass mir das öfters passierte, als ich Brot beim Klettern dabei hatte – wenn auch nicht immer in dieser starken Ausprägung.
Das hatte mich gestört, weil ich dachte, mit Brot noch am ehesten satt zu werden und auch längere Zeit am Fels bleiben zu können. Und es ist einfach vorzubereiten. Andererseits wollte ich das Klettern genießen und Energie haben, nicht ausgebremst werden.
Wenn also nicht Brot, was dann? fragte ich mich.
Alternativen zum Mitnehmen gesucht
Ein paar Alternativen haben mal gut, mal weniger gut funktioniert:
- Gemüsesticks: Karotten, Kohlrabi, Radieschen sind am Fels ebenfalls nicht mein Ding – Gurken schon eher. Allerdings macht das echt nicht lange satt.
- Müsli-Riegel: Eher für den kleinen Hunger, mehr nicht.
- Müsli zum Mitnehmen: Etwas matschig, aber zumindest leicht verdaulich für den ersten kleinen Hunger.
- Grüne Smoothies: Mein absoluter Favorit, sowohl für die Halle als auch für draußen!
- Ein Salat mit Amaranth, etwas Grünzeug, Zucchini, Tofu und Tomate: Schmeckt etwas gewöhnungsbedürftig (Carlos sagt “schmeckt wie Erde”), funktioniert für mich aber super! Alternativ vielleicht auch mit Hirse oder Buchweizen.
Vor allem Smoothies und Mate sind immer dabei, was auch super klappt für kürzere Kletternachmittage oder Abende. Bei längeren Aufenthalten am Fels oder Tagestouren sähe es sicher anders aus …
Mein Fazit zum Essen fürs Klettern
Gar nicht so leicht, das für sich passende Essen zum Klettern zu finden! Ich glaube, es ist wichtig, mehrere Sachen auszuprobieren – auch mal etwas Neues. Und dann zu schauen, was am besten funktioniert. Vielleicht hast du auch schon das eine oder andere ausprobiert? Ich bin auf deine Erfahrungen gespannt!
Welcher “Treibstoff” ist bei dir immer dabei, wenn du klettern gehst? Hast du schon einmal Energieriegel z.B. von Clif Bar ausprobiert?
