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Was ist das beste Essen fürs Klettern?

Stefanie | 21. Juni 2015
48 Kommentare

Ohne Treibstoff fährt es sich nicht gut. Und genauso klettert es sich nicht gut, wenn sich der Hunger meldet. Welche Nahrungsmittel eignen sich, um den Hunger zu besänftigen und sind trotzdem leicht verdaulich, um weiter klettern zu können? Gar nicht so leicht …

Essen war für mich schon immer ein wichtiges Thema. Wenn ich Hunger habe und nichts zu essen in greifbarer Nähe habe, werde ich schnell genervt bis grantig.

Ich beneide die Kletterer, die mit relativ wenig auskommen und trotzdem viel Energie haben für’s Klettern! Denn beim Klettern ist das für mich eine richtige Herausforderung, die Balance zwischen gesättigt (–> Energie) und nicht überfressen (–> träge) zu finden.

Vor dem Klettern gut zu frühstücken oder sich vorher in einer Bar zu stärken (typisch Spanien – bringt Geduld mit, wenn ihr mit spanischen Kletterern unterwegs seid), hat bei mir meist gut funktioniert.

Die Schwierigkeit kommt immer dann, wenn ich vor dem Klettern nicht genug esse oder beim Klettern zu lange warte und sich dann plötzlich starker Hunger meldet. Ich habe mehrere Sachen ausprobiert, von manche besser, andere gar nicht für’s Klettern funktioniert haben.

Was bei mir mal gar nicht fürs Klettern funktioniert

Zuhause gar kein Problem, in Kombination mit dem Klettern jedoch gar nichts für mich: Brot & co.

Ich erinnere mich an einen Kletternachmittag, an dem wir direkt vor dem Klettern noch zwei “Bretzen”, wie man hier im Franken sagt, und Käsestangen gegessen hatten. Erst hatte es für ein paar Routen mit dem Klettern gut geklappt, bis sich plötzlich ein unglaubliches Vollegefühl und Unwohlsein ausbreitete, das sich den ganzen Nachmittag hielt.

Nach diesem unangenehmen Erlebnis habe ich mal genauer hingeschaut und gemerkt, dass mir das öfters passierte, als ich Brot beim Klettern dabei hatte – wenn auch nicht immer in dieser starken Ausprägung.

Das hatte mich gestört, weil ich dachte, mit Brot noch am ehesten satt zu werden und auch längere Zeit am Fels bleiben zu können. Und es ist einfach vorzubereiten. Andererseits wollte ich das Klettern genießen und Energie haben, nicht ausgebremst werden.

Wenn also nicht Brot, was dann? fragte ich mich.

 

062115_Madrid-2010
Lecker, Nudeln! Nach dem Klettern für mich optimal, beim Klettern selbst finde ich es schwieriger, die Nahrungsmittel zu finden, mit denen ich am besten weiterklettern kann.

 

Alternativen zum Mitnehmen gesucht

Ein paar Alternativen haben mal gut, mal weniger gut funktioniert:

 

062115_Essen_am_Parkplatz
Wir haben einen Lidl gefunden! Nach einem langen Klettertag in Cuenca, Spanien, sind wir so ausgehungert, dass wir direkt am Parkplatz über das Essen herfallen.

 

Vor allem Smoothies und Mate sind immer dabei, was auch super klappt für kürzere Kletternachmittage oder Abende. Bei längeren Aufenthalten am Fels oder Tagestouren sähe es sicher anders aus …

Mein Fazit zum Essen fürs Klettern

Gar nicht so leicht, das für sich passende Essen zum Klettern zu finden! Ich glaube, es ist wichtig, mehrere Sachen auszuprobieren – auch mal etwas Neues. Und dann zu schauen, was am besten funktioniert. Vielleicht hast du auch schon das eine oder andere ausprobiert? Ich bin auf deine Erfahrungen gespannt!

Welcher “Treibstoff” ist bei dir immer dabei, wenn du klettern gehst? Hast du schon einmal Energieriegel z.B. von Clif Bar ausprobiert?

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48 Kommentare zu “Was ist das beste Essen fürs Klettern?

  1. Eiweißriegel. Dabei ist wichtig, dass sie sich schon seit ungefähr 2 Jahren im Rucksack befinden, weil sie abgelaufen wesentlich verträglicher sind. Und zum Frühstück Vollkornbrot (liefert lange) und n Apfel zwischendurch (liefert schnell).

  2. Grade beim Selbstversuch im Zillertal. Zum Frühstück gibts für 2 personen 600 Gramm Haferflocken mit jeweils 2 Äpfeln, Kiwi, Banane, Pfirsich und Birne. Auf der 45minütigen fahrt zum Spot gibts 0,5 Liter Energiedrink nach wunsch. Ein kurzer Stopp beim Bäcker, 2 Laugenstangen mit Kass gehn immer. Während des kletterns 1,5 Liter Cola sowie bei der ersten Müdigkeit schwarzer Kaffee sorgen für die nötige Vitalität. Als Snacks gibts Äpfel oder Bananen, Brötchen und gekochte Eier. Heute wollten wir uns nach dem Klettern das Kochen sparen und sind auf ein Schnitzel ins Gasthaus eingekehrt. Der Plan ging leider nicht ganz auf, zu Hause gabs anschließend Bratkatoffeln. Beides begleitet vom Bier.
    Alle 3-4 Tage ein Rasttag
    Klappt seit 3 Wochen bestens 😉

    1. Das Obst-Haferflocken-Frühstück hört sich sehr lecker an, wir haben meist auch eine Fahrt von 45 – 60 Min., je nach Sektor. Die Laugenstangen haben wie gesagt bei uns den Test leider nicht bestanden. :-/

  3. Hey Alex, Nüsse sind eine gute Idee, die sättigen sicher mehr als nur die Flocken. In Bioläden gibt’s auch Hanfsamen (ohne berauschende Wirkung, steht zumindest auf der Packung), die ziemlich viel Magnesium haben.

  4. Äpfel, Bananen, Nüsse, Haferflockenriegel (evtl. von Oatsnack oder selbst gemachte), Poridge mit Banane/Äpfel+Zimt…..lecker ist auch selbst gemachtes Bananenbrot ….paar Salzletten oder ne Veggi-Brühe für was salziges zwischen durch (mitgenommen in Thermokanne!)

    1. Hey Kate, Bananenbrot hört sich interessant an, haben wir noch nie ausprobiert. Stimmt, was Salziges tut gut, hatten wir bisher nur beim Trekken dabei. Für’s Klettern ist es sicher auch sehr gut.

    2. …ja Bananenbrot ist genial-man kann da einiges rein machen ob Rosinen, Nüsse und Co.!!!und veganer Kokoskuchen ist auch simple und supi zum mitnehmen! Mahlzeit 🙂 ich muss morgen backen 😉

  5. An kletter bzw trainingsfreien tagen kommen bei mir dinkel oder vollkornnudeln zum einsatz, mit gemüse oder klassisch tomatensauce (selbst gemacht) um den enormen bedarf an kohlenhydraten aufzufüllen. An Klettertagen viel Obst, morgens Vollkorn oder Dinkelbrot (Dinkel ist der knaller!), kein grosses mittagessen aber viel trinken vorher. Beim Klettern Nüsse und Rosinen, vlt auch etwas zartbitter schokolade. Nach dem Training schnell Kohlenhydrate und Eiweiß auffüllen. Geht auch ganz vegetarisch mit schwarzen Bohnen, Erbsen, Linsen und ner Butterstulle mit Salz 😉

    1. Dinkelnudeln sind lecker, lieben wir auch! Morgens am Klettertag Dinkelbrot haben wir noch nie ausprobiert, wäre aber mal eine Überlegung wert mit einem leckeren Aufstrich.
      Hängt natürlich von der Kletterzeit ab, aber reichen dir da nur Nüsse und Rosinen? Zartbitter-Schokolade ist definitiv eine gute Idee. 😉

    2. Hallo Philip, genau – schnell auffüllen ist bei mir auch wichtig, sonst gehe ich ruckzuck in Stand-By-Modus. Deswegen war ich neugierig, was ihr so mitnehmt zum Klettern. Guter Tipp mit viel Dinkelnudeln. Dinkelbrot hatte ich auch immer wieder mal, allerdings hatte es papp-satt gemacht, war fast zu viel. Ich probiere mal ein anderes aus, und vielleicht weniger davon essen. 😉

  6. VeganNoBakePowerBars (8 Stk.)

    20g Chiasamen (damit das ganz gut zusammenhält)
    20g Leinensamen
    – einmal mixen
    100g Soyaflocken (viele Proteine)
    50g Feigen (crunchy und Vitaminanteil! – oder Cranberries, Rosinen..)
    70g Erdnussmus
    1 EL Kakao (oder andere Gewürze wie Zimt, Vanille)
    1 Prise Salz
    – nochmal mixen
    Handvoll gehackte Nüsse (geröstet 😉 kann muss aber nicht)
    – mit Soya/Reismehl und Wasser die Konsistenz anpassen

    50g Schokolade (80%)schmelzen und Riegel betröpfeln und grobes Mehrsalz drauf streuen. (kann, muss aber nicht)

    1. ca. Nährstoffe auf 100g (25g Fett (viel ungesättigt!), 22 Kohlenhydrate, 28 Eiweiß, der Rest sind wohl Ballaststoffe.
      Würde man hier die Feigen weglassen, wäre es sogar low carb, allerdings sind Vitamine essenziell und der natürliche Zucker ist auch ganz okay und pusht einen. PS: 1 TL Guarana ist auch nicht verkehrt. 😉

    1. Porridge klingt gut, auch mit (Trocken-)Obst. Weichst du das Trockenobst ein bzw. kochst du es mit? Manches Trockenobst wie z.B. Beeren finde ich super, Aprikosen/Feigen liegen etwas schwer im Magen 🙂 Früchtetee mit Redbull hört sich nach einer sehr süßen Mischung an. Na Hauptsache es hilft 😉

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