Mehr Energie mit Drehhaltungen
Stefanie | 11. Januar 2015
7 Kommentare
Nach den Feiertagen mit viel Essen und Sitzen ist jetzt die beste Gelegenheit, wieder zu mehr Energie zu kommen. Drehhaltungen im Yoga regen die Bauchorgane an und unterstützen die Entgiftung. Hier erfährst du, wie du mit Drehhaltungen beginnst, wie du sie steigerst, und worauf du beim Aufbau achten solltest.
Zu Drehhaltungen im Yoga zählen alle Haltungen, bei denen ein Teil des Körpers im Stehen, Sitzen oder Liegen gerade bleibt, während der andere Teil, zum Beispiel der Oberkörper, gedreht wird.
Begonnen wird mit der Drehung nach rechts, anschließend wird die Drehung nach links vorgenommen. Ein anschauliches Bild für die Wirkung von Drehhaltungen ist ein nasses Handtuch, das ausgewrungen wird. Genauso wirken Drehhaltungen auf die Bauchorgane, die dadurch aktiviert werden und beschwerliche Stoffe besser ausscheiden können. Auch für den Rücken sind Drehhaltungen eine Wohltat: Die Wirbelsäule und Rückenmuskeln werden mobilisiert.
Wann können Drehhaltungen geübt werden?
Wenn du Yoga zu deiner Morgenroutine gehört, solltest du es etwas langsamer angehen lassen und dich vor Drehhaltungen gut aufwärmen, weil der Rücken morgens meist etwas steifer ist.
Morgens mache ich zum Aufwärmen am liebsten energetisierende Atemübungen, Streckungen, und danach einfache Drehungen, wie einen Drehsitz in einem einfachen Schneidersitz.

Intensivere Drehungen verschiebe ich dagegen lieber auf den Nachmittag und Abend. Auch dort halte ich es für besser, in einer Übungssequenz zuerst ein paar Standhaltungen, Streckungen, sehr einfachen Drehhaltungen und Vorwärtsbeugen auszuführen und danach die Intensität zu steigern. Wie alle anderen Asanas auch können Drehhaltungen variiert werden, so dass eine Haltung intensiver oder aber weniger stark wird.
Drehhaltungen korrekt aufbauen
Die meisten Haltungen haben eine primäre und eine sekundäre Wirkung, also positive Nebeneffekte.
Bei den Drehhaltungen liegt die primäre Wirkung wie gesagt in der Aktivierung der Bauchorgane und der Mobilisierung der Wirbelsäule. Deswegen sollte der Hauptaugenmerk auch immer auf der Drehung liegen, Fuß- und Handhaltungen sind sekundär, wenn sie nicht entscheidend zur Stabilität in der Haltung beitragen.
Zum Aufbau der Haltung schauen wir zuerst, welche Teile des Körpers Bodenkontakt haben und unser Fundament darstellen. Dieses Fundament muss fest sein, damit die Übung stabil gehalten werden kann.

Das bedeutet bei Drehhaltungen im Stehen, dass die Füße festen Bodenkontakt haben und gleichmäßig belastet sind, ebenso die beiden Sitzhöcker bei Drehhaltungen im Sitzen und der Oberkörper bei Drehhaltungen im Liegen.
Erst danach erfolgt die Drehung: Mit dem Einatmen beginnt eine Streckung der Wirbelsäule, mit dem Ausatmen erfolgt der Impuls zur Drehung. In der Drehhaltung kannst du dann mit jedem Einatmen die Drehung leicht reduzieren und mit jedem Ausatmen etwas weiter vertiefen.

"Wie kann ich an Drehhaltungen arbeiten?"
Jeder Körper ist individuell. Deswegen ist es sehr wichtig, dem Körper zuzuhören und und manche Haltungen sind individuell anzupassen, um einen wirklichen Nutzen zu erfahren.
Folgende Techniken können dir bei einer regelmäßigen Übungspraxis helfen:
- Bau zuerst einfache Drehhaltungen ein, wie zum Beispiel eine Drehung im Schneidersitz und halte diese drei bis fünf Atemzüge, bevor du die Seite wechselst.
- Bau danach weitere Drehhaltungen in die Übungssequenz ein, die du mehrmals ausführen und zunehmend länger halten kannst.
- Bei fordernden Drehhaltungen kannst du die Intensität senken, indem du Hilfsmittel, wie Blöcke und Decken nutzt. Später kannst du die Hilfsmittel vielleicht weglassen.
- Bau intensive Drehhaltungen stabil auf und konzentriere dich auf eine ruhige Atmung, so dass du dich in der Haltung entspannen kannst.

- Lasse die Drehung zu, ohne dich hineinzuzwingen. Es geht hier um Leichtigkeit und Loslassen, und nicht darum, möglichst weit zu kommen.
- Bei sitzenden und liegenden Drehhaltungen hilft es dir vielleicht, die Augen zu schließen und dir vorzustellen, wie es sich anfühlen würde, wenn die Wirbelsäule und der Rücken flexibel und sehr beweglich wären.
Auch wenn das nicht der Fall sein sollte: Es geht hier um die mentale Veranschaulichung, um sich mehr zu entspannen. Gedanken wie “Ich bin ja so unbeweglich!” sind dagegen hinderlich.
Diese Techniken sind als Orientierung zu verstehen, die bei dir variieren können. Probier sie deshalb aus und pass sie bei Bedarf an und ergänz sie.

Zusammengefasst
Drehhaltungen sind besonders in der Zeit vom Winter bis Frühling sehr gute Übungen, um den Körper bei der Entgiftung zu unterstützen und wieder mehr Energie zu tanken.
Morgens sind Drehhaltungen sehr vorsichtig auszuführen, intensive Drehhaltungen sollten angepasst oder auf den Nachmittag und Abend verschoben werden.
Beim Aufbau der Drehhaltungen zählt Stabilität, um sich voll auf die Drehung und den Atem konzentrieren zu können. Beginn langsam und steigere die Intensität zunehmend. Probier dazu verschiedene Techniken aus, um herauszufinden, was dir persönlich am meisten hilft.
Drehhaltungen sind unser Thema für Januar im Videotraining. Neben dem körperlichen Fokus machen wir zusammen auch eine Einheit mit der mentalen Seite, wo es darum geht, Altes loszulassen und Raum für Neues zu schaffen. Wo kannst du in deinem Alltag Dinge loslassen, die dich nicht (mehr) weiterbringen?
So Carlos Fischer, was ist mit deinem Alternativbild mit anderen Getränken statt Obst? :p
Na ja statt Obst würde ich lieber ein paar Bierfläschchen benutzen, man braucht immer ein flüssiges Nahrungsmittel, oder beide Optionen 🙂
Energie Drinks halt 😉
Wenn du dich auf’s Bier beziehst, Michael – das macht ja eher bequem 🙂
Deswegen gibt’s bald einen Artikel zu leckeren Smoothies 🙂
erwischt ;-( aber ab und zu mag man auch mal bequem sein :-),
wobei deine tolle Art deines Yogas mir gerade die Bequemlichkeiten austreibt.
Und ich gerade gerne Yoga praktiziere :)!
Hey, das freut mich! Bequem sein ist trotzdem auch erlaubt 🙂