Zu Besuch bei Oma Eichler
Stefanie | 3. August 2014
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Weltweit ist wahrscheinlich kein anderer Campingplatz so legendär unter Kletterern wie der von Oma Eichler, heute geführt von ihrer Tochter Martha und deren Familie. Unser Basecamp, wie wir es nennen und das wir hin und wieder für kleinere Yoga-Workshops nutzen, ist zu Recht einer der beliebtesten Anlaufpunkte im Trubachtal. Doch wie fing alles an?
“Wir haben eigentlich nie geplant, uns so zu erweitern”, erzählt Martha, während sie ein paar ihrer köstlichen Kuchen zurecht schneidet.
“Mit dem DAV Würzburg fing alles an. Die Oma hatte Kletterern auch vorher immer wieder mal einen Unterschlupf gegeben. Die ganze Bewegung begann etwa vor 30 Jahren, als der Wolfgang und Kurt auch woanders kletterten und vereinzelt immer mal Freunde mitgebracht haben, vor allem aus Spanien. Nach ein paar Jahren kamen langsam auch mehr internationale Gruppen.”
Oma Eichler - in der (Kletter-)Welt bekannt
“Ich kannte den Campingplatz, bevor ich nach Deutschland kam”, sagt Carlos, “in Chile kennen glaube ich alle meine Freunde Oma Eichler. Wir haben alle die Biographie von Wolfgang, “Leben in der Senkrechten” gelesen. Dort hat er auch von der Oma erzählt.”
Wir schauen auf die Pinnwand mit der Europakarte, auf der die Gäste ihre Herkunft verewigt haben. Im Flur auf der Weltkarte waren sogar bei Asien zahlreiche Pins zu sehen. An eine Gruppe von Japanern erinnert sich Martha besonders gut. “Die waren unglaublich nett und höflich!”

Zum Genießen: Marthas Kuchenspezialitäten
“Welche Kuchen gehen am besten weg?”, frage ich Martha.
“Schwer zu sagen, Streuselkuchen vom Blech mit Obst kommt immer gut an, dicht gefolgt von Käsekuchen, wie Kirsch-Kokos-Käsekuchen”, meint sie. “Der Streuselkuchen schmeckt aber noch besser, wenn er etwas mehr Zeit zum Ziehen hat. Pro Tag, oder besser gesagt pro Nacht, backe ich zwei bis vier Kuchen.”
Der Kuchen und die familiäre Atmosphäre geben dem Gasthof Eichler eine sehr persönliche Note und sorgen dafür, dass die Kletterer sich wohlfühlen. Haben diese Faktoren zu dieser einzigartigen Stellung des Campingplatzes beigetragen?

"Kletterer sind wirklich unkompliziert"
Martha überlegt. Der Standort spiele eine große Rolle, dass viele Gebiete schnell erreichbar seien, aber auch dass die Kletterer wirklich unter sich seien, sagt sie. “Wir haben uns immer Gedanken gemacht, was Kletterer auch brauchen und nachfragen.”
Dann sei der kleine Kiosk dazu gekommen, der Kletterern auch Kletterführer, unsere Yoga-Bücher, und haltbare Lebensmittel bietet.
“Kletterer sind wirklich unkompliziert”, lächelt Martha. “Die sind mit allem zufrieden, die Sorte von Sportler tauschen wir nicht mehr ein.”

Fazit & Wissenswertes
Wenn du im Trubachtal und Umgebung klettern und übernachten möchtest, bietet dir der Gasthof Eichler einen sehr guten Ausgangspunkt. Auf dem Camping-Platz kannst du dein Essen im Kühlschrank verstauen und Abends grillen. Auf Vorbestellung kannst du auch frische Forellen aus dem Nachbarteich genießen.
Hier findest du alle Infos und die Kontaktdaten, besonders zur Ferienzeit wird eine frühzeitige Reservierung empfohlen:
http://www.gasthof-eichler.de/
Vielleicht sehen wir uns mal bei Oma Eichler? Wenn du auf dem hinteren Teil der Wiese ein paar Kletterer bei einfachen Yoga-Übungen siehst, komm’ einfach dazu.