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Ab auf die Matte – meine Yoga-Challenge beginnt!

Nima Ashoff | 26. Juli 2016
8 Kommentare

“Das kann doch nicht so schwer sein” denke ich mir vor meiner ersten Yoga-Session. Wie es dann tatsächlich klappt und welche Herausforderungen auf mich warten, erzähl ich dir hier.

Es ist soweit: Meine persönliche Yoga-Challenge beginnt!
Das Telefon habe ich lautlos gestellt, die Hunde schlafen, es kann losgehen.

Ich klicke mich neugierig durch die Übungsvideos für Einsteiger und entscheide mich für diese drei:

Die sehen alle machbar und dennoch fordernd aus. Außerdem sprechen sie mich bezüglich meiner Zielsetzung an: Meinen Gleichgewichtssinn und meine Körperspannung verbessern.

Das dynamische Boot macht Geräusche

Seit über einem Jahr mache ich regelmäßig Planking und denke, dass ich für das dynamische Boot schon gute Voraussetzungen mitbringe.

Boot
Gar nicht so leicht für die Konzentration, das dynamische Boot! Anspannen und das Atmen nicht vergessen.

Als ich dann auf der Matte liege und mit der Übung beginne, stelle ich schnell fest, dass sie mir zwar körperlich leicht fällt, aber ich mich ziemlich konzentrieren muss.

Nach ca. 40 Sekunden mache ich eine Pause und dann das gleiche noch einmal.
Aber wieso knackst es so laut in meiner Hüfte – ist das normal?

Da das Knacksen auch beim dritten Durchgang zu hören ist, lasse ich diese Übung erst einmal sein und mache mich an die nächste.

Eine wackelige Standwaage

Standwaage
Die Standwaage kann vor allem draußen ganz schön wackelig sein. Hier die Augen auf einen festen Punkt richten, hat mir total geholfen.

Hinstellen – konzentrieren – Bein hoch.

Der erste Versuch und schon kippe ich um.
Da fällt mir Stefanies Tipp ein, sich einen Fixpunkt zu suchen, auf den man sich mit den Augen fokussieren soll. Das probiere ich aus und siehe da: Jetzt klappt es!

Aber Halt, was ist mit meinem Bein?
Das Knie ist ja völlig durchgestreckt, gar nicht gut. Also wiederhole ich die Übung nochmal. Dieses Mal konzentriere ich mich auf die richtige Beinhaltung, da fällt mir auf, dass ich die Spannung in den Armen verliere.

Ist denn das zu glauben? Ich komme ins Schwitzen und bin überrascht, wie viel Aufmerksamkeit die Übungen erfordern.

Ein stabiler Tempelsitz

Tempelsitz
Juhu, es klappt! Der Tempelsitz sah, für mich zumindest, eindeutig schwieriger aus als er es dann tatsächlich ist.

An andere Sachen zu denken, ist nicht möglich: Beim Yoga ist man echt im Hier und Jetzt!

Zum Abschluss mache ich jetzt noch den Tempelsitz.
Der reizt mich wegen des Gleichgewichtssinns und weil er etwas knifflig aussieht. Völlig überraschend klappt er auf Anhieb – ich bin begeistert.

Da es sinnvoll ist, mit einem Erfolgserlebnis aufzuhören, mache ich für heute Schluss.

Der erste Eindruck zur Yoga-Challenge

Wegen des Knacksens in der Hüfte halte ich mit Stefanie Rücksprache.
Offensichtlich ist meine Muskulatur in dem Bereich noch nicht so stark, deshalb empfiehlt sie mir, vorerst andere Übungen zu machen. Bald klappt das dynamische Boot dann bestimmt auch ohne Begleitgeräusche.

Auf den Geschmack gekommen
Hatte ich zuerst Bedenken, ob ich mich zum Yoga aufraffen kann, erlebe ich seit zwei Wochen genau das Gegenteil: Statt dreimal wöchentlich übe ich gerade täglich!

Ein weiterer positiver Nebeneffekt, den ich schon nach wenigen Tagen bemerke, ist dieser:
Die Yoga-Auszeiten tun nicht nur meinem Körper, sondern auch meinem Kopf gut.
Während mein Alltag gerade vor Aufgaben und Erledigungen aus allen Nähten platzt, sind meine Yoga-Sessions eine willkommene Oase der Ruhe.

Und auch meine Hündin Luna freut sich, wenn ich die Matte ausbreite. So macht der Hund gleich doppelt Spaß!

Was bringt mir das Yoga beim Bouldern?

Das kann ich nach einer Woche noch nicht beantworten, liege allerdings wie ein Luchs auf der Lauer.
Jedes Mal, wenn wir bouldern gehen, beobachte und frage ich mich: War heute etwas anders als sonst?
Habe ich diesen Zug hinbekommen, weil ich jetzt Yoga mache?

Wahrscheinlich ist es normal, dass man zu Beginn sehr sensibilisiert ist und nach den Auswirkungen sucht. Deshalb mache ich jetzt einfach mit dem Yoga weiter und lasse ein wenig Normalität einkehren.
Wie es sich auf das Klettern und Bouldern auswirkt, merke ich dann schon von ganz alleine.

Wann und wie hast du die ersten Ergebnisse beim Klettern festgestellt?

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8 Kommentare zu “Ab auf die Matte – meine Yoga-Challenge beginnt!

  1. Ich habe mit Yoga nach dem Klettern begonnen, also immer ein paar Übungen nach dem Klettern zu machen. Mir haben die Ausgleichsbewegungen gleich ein gutes Gefühl gegeben für den Rücken und die Beine. Beim Klettern selbst hatte ich anfangs noch nicht so darauf geachtet.
    Ein richtiges „Wow“ habe ich immer wieder mal in der Boulderhalle, wenn ein Dach mir viel leichter fällt als gedacht. Da bringt mir Yoga mit Fokus Körperspannung echt viel.

  2. Bei mir hat sich die Balance sehr verbessert. Gleichgewicht halten war nie meine beste Fähigkeit, jetzt mache ich schon seit längerer Zeit Yoga-Gleichgewichtsübungen und es hilft, so beim Klettern kontrolliertere Bewegungen zu machen.

  3. Gute Frage! Da gibt’s viele Bereiche, angefangen von Beine geschmeidiger und höher bringen zu mehr Kraft bis hin zu mehr Ruhe im Kopf. Gemerkt habe ich es nicht von heute auf morgen, sondern vielleicht nach ein paar Wochen. Etwas Arbeit gehört da schon dazu. Und: Regelmäßig weiter klettern! 🙂 Schöner Artikel und viel Erfolg beim Yoga!

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