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[Video] Chris Sharma ueber das Inner Game beim Klettern

Stefanie | 2. Oktober 2016
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Die innere Einstellung macht beim Klettern einen Unterschied wie Tag und Nacht. Welcher Punkt ist bei der Einstellung der alles Entscheidende? Chris Sharma spricht in einem Video über das innere Spiel, die Schwierigkeiten und das Loslassen.

Die Angst vor dem Sturz. Die Anspannung, ob deine Ausdauer für die Route ausreichen wird. Die Ungewissheit, wie du die Schlüsselstelle knacken wirst, an der jeder deiner Kletterfreunde gescheitert ist. Die feste Erwartung, die Route in der Dämmerung noch durchzusteigen, um sie abzubauen.

Manchmal haben wir beim Klettern einen emotionalen Rucksack dabei.

Ich finde, das ist ein anschauliches Bild, weil es uns sofort zeigt, dass uns dieser Rucksack beim Klettern einschränkt. Wir klettern dann anders, als wenn wir völlig frei klettern und wir selbst sind. Im Flow eben.

Chris Sharma: "Success often happens in the least expected moment."

prAna hat das "Inner Game" in einer sehenswerten Video-Serie mit mehreren Athleten thematisiert. Die erste Folge mit Chris Sharma finde ich unglaublich inspirierend, weil ich mich mit den Botschaften voll identifizieren kann.

Chris spricht im Video darüber, wie schnell innerlich ein Konflikt entsteht zwischen

Hier ist das Video (3:31 Min.):

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Meine "Lessons Learned" zu diesem Video

Als ich das Video gesehen hatte, gingen mir mehrere Fragen und Gedanken durch den Kopf.

#1: Wie finde ich bloß diese Balance zwischen Einsatz und Loslassen?

Sich vom Endergebnis zu lösen nimmt den Krampf weg, die Route gleich durchsteigen zu wollen. Wollen im wirklich verkrampften, ungesunden Sinn. Mit Druck.

Aber hat das Ziel "Durchsteigen" nicht auch was Positives? Sind dieser Einsatz und die Entschiedenheit nicht ein wichtiger Teil vom Klettern?

Für mich schon. Wenn ich mit der Einstellung "Hauptsache klettern, mal schauen was draus wird" in die Route einsteige, fehlt mir etwas. So würde ich beim ersten Scheitern wahrscheinlich das Handtuch werfen und zu einer leichteren Route gehen. Und mich nicht immer wieder überwinden und meine Grenze ausweiten.

Ich versteh den Punkt, den Chris anspricht. Gleichzeitig finde ich es schwierig, hier die Balance zu finden:

Was mir im Moment dazu an der Wand noch am ehesten hilft, ist der Fokus auf der Lernerfahrung.

Also Einsatz ja, Erwartungshaltung "Durchstieg" ja, aber mich nicht fertig machen, wenn der Durchstieg nicht klappt. Selbst wenn ich oben nicht ankomme, kann ich aus dieser Route etwas lernen. Zum Beispiel mich bei einem Zug überwinden, der mir Angst macht.

#2: Sei präsent

Beim Klettern sind wir normalerweise schon bei der Sache.

Zumindest oberflächlich. Warum?

Weil es schnell passiert, dass wir nicht wirklich präsent sind, sondern daran denken, dass zum Beispiel der nächste Haken zu weit oben ist. Oder dass wir schon müde sind, aber gerade mal die Hälfte der Route geklettert sind.

Sei wirklich präsent. In diesem Moment. Bei diesem nächsten Zug. Bei deiner Atmung.

Im Hinblick auf unseren Alltag, in dem ganz viel und ganz schnell passiert, geht das nicht einfach so. Es braucht Übung.

Deswegen ist Yoga so wertvoll. Auf der Matte entschleunigst du und fokussierst dich auf den Körper, sein Feedback und auf deine Atmung. Du schärfst deine Konzentration und kannst diese Gewohnheit an der Wand viel leichter abrufen.

#3: Sei du selbst

Der emotionale Rucksack hält dich nicht nur beim Klettern zurück, sondern beschränkt dich auch in deiner Persönlichkeit.

Vertrau dir selbst, deinen Fähigkeiten und dass du mehr meistern kannst, als du vielleicht denkst.

Fazit & was du mitnehmen kannst

Das äußere Spiel kann das innere Spiel nie übersteigen. Heißt konkret: Du wirst immer nur so weit klettern koennen, wie es dein Kopf zulässt.

Du kannst das Video als reine Unterhaltung sehen, was völlig okay ist. Du kannst es aber auch als Impuls nehmen. Dann habe ich folgende Fragen an dich:

  1. Wie sind deine Erwartungshaltungen an dich beim Klettern?
  2. Was spielt sich in deinem Kopf ab, das dich beim Klettern zurückhält?
  3. Was würde dir helfen, dein Inner Game zu stärken?

Teil deine Gedanken dazu gern unten im Kommentarfeld oder auf Facebook. Vor allem, was dir beim Yoga helfen würde! Ich plane gerade ein mehrwöchiges Trainings-Programm, um die Konzentration zu schärfen und den Kopf zu stärken. Wenn du dazu Wünsche hast, nehme ich sie gerne mit auf. 🙂

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