Komfortzone Klettern
ClimbingFlex Ilustration

Herausforderung Komfortzone beim Klettern

Stefanie | 15. November 2015
5 Kommentare

Die Ausweitung der Komfortzone kann beim Klettern eine echte Herausforderung sein, stimmt's? Vor allem bei Sturzangst, Höhenangst und Emotionen sagt der Kopf “Stopp!”, obwohl noch mehr ginge. Wie kannst du deine Komfortzone beim Klettern wirksam ausweiten?

Klettern ist nichts für gemütliche Leute, die nie vom Sofa hochkommen und immer beim Status Quo bleiben wollen. Die nie aus ihrer Komfortzone rauswollen.

Nichts gegen Gemütlichkeit. Ich selbst finde Gemütlichkeit wunderbar, in Maßen. Aber beim Klettern kommen wir nicht weiter, wenn wir nur innerhalb unserer Komfortzone klettern.

Aus der Komfortzone herauszugehen, ist beim Klettern manchmal eine echte Herausforderung.

Ich bewundere diejenigen, denen das leicht zu gelingen scheint. Mich selbst hat es immer Überwindung gekostet. Ist auch heute manchmal noch so.

Aber im Vergleich zu früher habe ich meine Komfortzone immens erweitert und klettere mit viel mehr Entschlossenheit. Was mich dazu gebracht hat und was vielleicht auch dir helfen wird, ein Stück aus der Komfortzone zu treten, möchte ich hier mit dir teilen.

Kleine Schritte zur Ausweitung der Komfortzone

Mann auf dem Felsen
Carlos klettert mit Leichtigkeit aus dem Überhang raus. Überhänge machen mir Spaß, das Drüberklettern bringt mich jedoch aus der Komfortzone raus.

Die Komfortzone beim Klettern bringe ich vor allem mit diesen beiden Themen in Verbindung:

Wenn die Ausweitung der Komfortzone für dich, wie für mich auch, eine Herausforderung ist, dann ist eines wichtig:

Kleine Schritte gehen.

Ansonsten wird dir das Unterbewusstsein immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen und die Mühe war umsonst.

Mit kleinen Schritten zeigen wir uns selbst, dass es gar nicht so schlimm ist, wie wir angenommen haben.

Die Komfortzone beim Sturz

Die Sturzangst ist glaube ich einer der schwierigsten Faktoren im Zusammenhang mit der Ausweitung der Komfortzone.

Las-Chilcas-3-de-marzo
Wow, was für ein langer Sturz! Dafür ist unser Freund Walo in dieser knackigen Route weich gefallen. Ein harter Sturz dagegen verstärkt die Angst umso mehr.

Diese Ungewissheit macht mir manchmal Angst, wenn es lange her ist, dass ich gestürzt bin. Da bin ich definitiv aus der Komfortzone draußen mit einem hohen Stresslevel. Der Stresslevel muss verringert werden, ansonsten werden wir automatisch zurück in unsere Komfortzone zurück flüchten.

Was mir hilft:

Die Komfortzone und das Dranbleiben beim Klettern

Manchmal ist es nicht die Angst, die uns in der Komfortzone hält.

Sondern das Dranbleiben und Durchziehen. Die Überzeugung, dass die Route zu schwer ist. Dass wir nicht genügend Ausdauer haben. Dass wir zu klein sind. Dass wir jetzt genug geklettert sind und wir es nicht übertreiben müssen.

Dazu zwei sehr einfache Ideen, die du schnell umsetzen kannst:

  1. Körperliches Wohlbefinden: Wenn du hungrig oder müde bist, wirst du nicht 100% geben können. Es geht einfach nicht. Sorg dafür, dass du beim Klettern Nahrung zu dir nimmt, die dir Energie gibt und die dich fit hält. Wir nehmen immer Smoothies und Mate zum Klettern mit. Wirkt Bombe.
  2. Mentale Einstellung: Wenn du beim Klettern merkt, dass du an deine Grenze kommt, reiß dich nochmal zusammen für einen letzten weiteren Zug. Auch wenn der Kopf sagt “es geht nicht mehr!” – mach noch einen letzten Zug. So verzögerst du die Reaktion, sofort aufzuhören.

Die Komfortzone im Alltag

Kennst du den Slogan von Carlos?

Das Klettern reflektiert deine Persönlichkeit. So wie du bist, so kletterst du.

Ich finde ihn klasse, weil er so wahr ist. Jemand, der schnell reagiert und flexibel ist, wird auch beim Klettern die Züge eher schnell machen. Jemand, der viel zögert, wird auch beim Klettern eher zögern.

Nimm also die Ausweitung der Komfortzone auch im Alltag auf. Nimm Herausforderungen an, zum Beispiel vor einer Gruppe zu sprechen. Oder eine andere Sprache zu lernen.

Im ClimbingFlex-Yoga werden wir das Thema “Tschüss, Komfortzone” künftig auch stärker aufgreifen. Keine Sorge, wir werden uns nicht ungesund verbiegen. Alle Übungen werden weiterhin machbar sein, auch wenn die Flexibilität noch nicht sehr ausgeprägt ist.

Unser Ziel für diesen Trainings-Schwerpunktes ist es, den Körper an unangenehme Situationen leicht heranzuführen. So dass wir uns beim Klettern von unangenehmen Situationen nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen.

Mein Fazit zu Komfortzone beim Klettern

Kraft und Technik sind wichtig für’s Klettern. Bringt aber alles nichts, wenn die Komfortzone so eng ist, dass wir uns einfach nicht trauen und uns selbst im Weg stehen!

Also frag dich, was dich beim Klettern zurückhält. Frag dich, wie du deine Komfortzone bei diesem Punkt in Mini-Schritten ausweiten könnt. Am besten beim Klettern und auch im Alltag, zum Beispiel mit neuen Herausforderungen und im Yoga.

Bereit für den ersten Schritt? Wo ist deine Komfortzone beim Klettern präsent? Was hält dich zurück?

Ähnliche Beiträge

5 Kommentare zu “Herausforderung Komfortzone beim Klettern

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert