Hinter den Kulissen: die Yoga-Workshop-Tour 2014
Stefanie | 18. Mai 2016
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4 Tage mit Yoga-Workshops in 5 deutschen Kletter- und Boulderhallen sind vorbei. Eine Menge Spaß mit motivierten Kletterern hatten wir uns versprochen. Dass es dann aber eine solch intensive Erfahrung werden würde, hätten wir nicht gedacht. Hier liest du die Details zu unserer Tour 2014.
Am Sonntagvormittag starten wir in einer kleinen, individuellen Runde im Kletterthalia in Halle zum Thema “Beweglichkeit mit Yoga”. Nach einer Vorstellungsrunde und einem Austausch zu kletterspezifischen Bedürfnissen geht’s los mit den Übungen. Stefan von Dreamcatcher Adventures, der uns als Co-Trainer bei der Tour begleitet, hilft einigen Kletterern in die Position und bietet individuelle Varianten an. Bis auf einen Vater mit Kind, das sich immer wieder brüllend auf die Matte wirft, sind wir im Kletterthalia noch unter uns und können die Übungen mit der anschließenden Entspannung genießen. Wie es wohl in den anderen Hallen mit mehr Lärm werden wird?, fragen wir uns mit gemischten Gefühlen.
"Egal, wie laut es draußen ist, die Ruhe findest du nur in dir."
Gleich zwei Workshops sind für Montag geplant: In der Kletterarena Dresden und anschließend in der Knopffabrik Zwickau. In der Kletterarena starten wir im hinteren, leicht versteckten Teil der Halle kurz nach Einlass. Noch ist es relativ ruhig und wir haben eine tolle Zeit mit den Kletterern, die sehr motiviert mit dabei sind. Bei der Endentspannung wird es jedoch lauter und noch lauter in der Halle. “Egal, wie laut es draußen ist – die Ruhe findest du nur in dir,” sagt Stefan – was für ein toller Satz! Er trifft den Kern, dass wir aller Ablenkungen zum Trotz immer wieder mit unserer Aufmerksamkeit zurückkehren können.

Leider sind wir etwas knapp dran, um rechtzeitig in Zwickau anzukommen, so dass wir im Anschluss an den Workshop nicht mehr in der Halle bleiben. Das ist etwas, was wir nächstes Mal lieber ändern würden.
In der Knopffabrik trudeln wir trotz Feierabendverkehr pünktlich ein und werden vom “Knopfe-Team” herzlich begrüßt. Um 19 Uhr werden die Türen geschlossen und wir starten – diesmal wieder ganz unter uns, sogar das Knopfe-Team ist mit von der Partie in einer Gruppe von über 25 Kletterern.
Mit der Teilnehmeranzahl werden einige Übungen, wie etwa die Gleichgewichtsübungen, zur kleinen Herausforderung – doch die Teilnehmer bleiben entspannt. “Toll, wie locker die Veranstaltung war und dass es keine Totenstille gab, hat mir sehr gut gefallen”, sagt eine Teilnehmerin im Anschluss.
Nach dem Workshop trinken wir noch mit den Teilnehmern und dem Knopfe-Team etwas und unterhalten uns in entspannter Atmosphäre.

"Kehre immer wieder zum Atem zurück."
Am Dienstag geht es weiter zur OnSide in Chemnitz, wo wir in einem separaten Schulungsraum ebenfalls unter uns sind. Auch ein Teil vom Team ist dabei, was mich freut. Insgesamt sind einige mehr Teilnehmer spontan dazu gekommen, etwas mehr als erwartet.
Die Stimmung ist gut, ich selbst bin jedoch etwas müde, was vielleicht an dem verschobenen Essens-Schlafens-Rhythmus liegt, und rausche etwas zu schnell durch die Übungen. In der Standwaage, die wir etwas länger halten, lenken wir die Aufmerksamkeit auf den Atem. Immer wieder, auch wenn es wackelig wird, zurück zum Atem. Langsam einatmen … langsam ausatmen. Und ich merke, dass es mir hilft, wieder etwas herunterzukommen.
“Es hätte noch etwas langsamer sein können. Die Ruhe und das konzentrierte Atmen waren sehr gut. Das war ein bisschen wie Slack-Lining”, meint ein Teilnehmer danach. Der Vergleich gefällt mir.
Im Anschluss unterhalten wir uns noch kurz mit dem Team über den Workshop und über einige Routen, die wir vor dem Workshop geklettert hatten.

Immer wieder zum Atem zurückkehren – das ist auch Thema im Kletterzentrum rocks. in Jena, unserer letzten Station. Wir halten den Workshop oben in der Kletter-/Bouldergrotte; es ist teilweise etwas laut – dennoch kommen wir in der Gruppe hier zur Ruhe und führen die Übungen noch konzentrierter aus als zuvor. Alles andere scheint ganz weit weg zu sein – das empfinden auch die Teilnehmer so, wie sie uns im Anschluss mitteilen. Der Workshop ist für uns ein genialer Abschluss, den wir danach im Bistro des rocks feiern.

Zusammengefasst
Das Schönste an solchen Veranstaltungen ist, neue Eindrücke zu sammeln und tolle Menschen kennenzulernen – das ist mein persönliches Fazit aus der Tour. Die Kletterer waren mit viel Motivation dabei und haben entscheidend dazu beigetragen, dass es tolle Workshops wurden, die uns in Erinnerung bleiben werden.
Genauso entscheidend ist für mich das Team – einer allein kann nie das Gleiche auf die Beine stellen, wie ein funktionierendes Team. Daher noch einmal von mir ein riesen Dankeschön an Carlos für das reibungslose Organisieren, an Stefan für das individuelle Arbeiten mit den Kletterern, und an Robert (Kletterthalia), Jürgen (Kletterarena), Kevin und Oli (Knopffabrik), Steffen und Sebastian (OnSide), und Lina (Kletterzentrum rocks.).