5 Tipps fürs Klettern an heißen Tagen
Carlos Fischer | 5. Juli 2015
3 Kommentare
Wow! Jetzt ist er richtig da – der Sommer mit knackig heißen Temperaturen. Wie kommt man besser durch die heißen Tage, wenn Klettern auf dem Programm steht? Hier ein paar Tipps, um das Klettern etwas erträglicher zu machen.
“Was, du magst keine Hitze? Du kommst doch aus Südamerika!”
Das ist die Standardantwort in Gesprächen über Temperatur und Wetter, die von Kletterern und Nicht-Kletterern oft kommt.
Ich komme aus der Zentralzone von Chile, genauer gesagt aus Vina del Mar. Das ist eine Stadt an der Küste, wo es im Sommer sehr schön warm ist, aber nicht zu heiß. Meistens weht ein angenehmer Wind vom Meer.
Das ist für mich genau richtig, denn ich vertrage starke Hitze nicht gut. Hier im Frankenjura oder in Spanien sind wir aber manchmal auch bei Hitze klettern. Deswegen möchte ich heute mit dir teilen, wie du dir das Klettern angenehmer gestalten kann.
Ohne geht's nicht: Proviant für's Klettern
Tipp 1: Erfrischende Wassermischung
Ich nehme am liebsten eine Zitronen-Minz-Wasser-Mischung in meiner Nalgene-Flasche mit. Das hat einen erfrischenden Geschmack und löscht schneller den Durst als reines Wasser. Bevor ich losfahre, mache ich gerne ein paar Eiswürfel rein. Später beim Klettern ist die Trinktemperatur dann meistens genau richtig, ganz leicht gekühlt, aber nicht zu kalt.
Für kühles Wasser nehme ich Thermosflaschen mit, wo man auch Eiswürfel reinmachen kann. Damit fülle ich die Nalgene-Flasche dann immer wieder auf.

Tipp 2: Wasserhaltiges Obst und Gemüse
Schweres Essen ist nichts für’s Klettern, vor allem an heißen Tagen. Wasserhaltiges Obst und Gemüse erfrischen und geben mehr Energie:
- Wassermelone
- Erdbeeren
- Gurken (nicht so mein Fall)
- Paprika
- dein Lieblingsobst/-gemüse
Wenn der Hunger kommt, sind kleine Snacks eine gute Idee, wie Bananen, Nüsse, Power-Kekse.

Cool bleiben ... und die Entspannung nicht vergessen
Tipp 3: einen Hut oder ein Handtuch mitnehmen
Als ich vor einigen Jahren in Nepal trekken war, war es in den ersten drei Tagen unvorstellbar heiß mit einer hohen Luftfeuchte. Mir hat es unglaublich geholfen, einen Hut dabei zu haben und den immer in den Fluss zu tauchen, wenn einer in der Nähe war. Das hilft auch, wenn ihr an heißen Tagen einen langen Zustieg mit viel Sonne auf euch nehmt. Das geht natürlich auch mit einem kleinen Handtuch.
Tipp 4: den Klettertag planen
Wenn man in Urlaub ist und sich in einem Gebiet nicht so gut auskennt, kann man sich viel Mühe sparen, wenn man den Klettertag plant:
- In welchem Gebiet möchten wir klettern?
- Welche Ausrichtung hat das Gebiet?
- Gibt es schattige Plätze?
- Wie schnell geht hier die Sonne auf und unter?
- Um wieviel Uhr wollen wir los?
Kletterführer helfen einem da weiter, es ist aber auch meistens praktisch, Kletterer zu fragen, die sich vielleicht besser auskennen.

Tipp 5: Siesta!
Wir waren vor einigen Jahren einmal mit unserem Freund Chris im Frankenjura klettern und haben dort Kurt Albert getroffen. Er war mit einer Spanierin am Fels. Interessanterweise kletterten sie für unser Gefühl wenig, die meiste Zeit lagen sie auf dem Crashpad und chillten. Die beiden haben an dem Tag mehr entspannt als wir und zwischendurch an einer schwierigen Routen gearbeitet.
Also: Langsamer machen und die Siesta nicht vergessen, vor allem wenn es heiß ist.
Mein Fazit zum Klettern an heißen Tagen
Wenn es heiß ist, kann das Klettern sehr anstrengend sein. Wenn trotzdem Klettern auf dem Programm steht, passt bitte auf und gestaltet das Klettern so, dass es für euch angenehm oder wenigstens erträglich ist. Wenn man mehrere Tage mit dem Rucksack unterwegs ist, ist das natürlich etwas schwieriger; eine Planung hilft aber, die wichtigsten Punkte im Kopf zu haben.
Warst du auch schonmal bei heißen Temperaturen klettern? Welche Tipps hast du, um das Klettern etwas angenehmer zu machen?
Ein Bad zwischendurch ist wunderbar! Geht aber nur, wenn ein Fluss oder ein See in der Nähe ist 🙂
Ich finde es kommt auf die Hitze an. Trockene Hitze vertrage ich besser als feuchte Hitze. Auf jeden Fall Kopfbedeckung, früh los und danach baden 🙂
In kühleres Gebirge losziehen und dort die angenehme Temperatur genießen. Auch da ist es natürlich wichtig, viel zu trinken und nicht vergessen: Sonnenmilch! Ich hab schon so einige in den letzten Tagen gesehen, die sich ganz schön übel verbrannt haben. UNd dann macht auch der schönste Sport keinen Spaß mehr!!!