Klettern – nur für Muskelprotze?

Stefanie | 1. August 2014

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Wenn es an der Kraft fehlt und der Sturz vorprogrammiert ist, kann das Klettern manchmal ziemlich frustrierend sein, stimmt's? Auch wenn der regelmäßige Kraftaufbau eine Schlüsselrolle spielt – genauso wichtig ist es, sich die Kraft beim Klettern gut einzuteilen. Yoga kann dir dabei helfen, meint Stefanie. Lies hier, wie.

“Für diese Route fehlt mir die Kraft”.

Dieser Glaubenssatz ist bei vielen Frauen präsent, bei denen der Spaß beim Klettern vorgeht. Bei mir selbst war diese Ausrede ebenfalls sehr lange verankert.

Doch sind Klettern und pumpige Routen nur für Muskelprotze?

Überhaupt nicht. Wenn wir uns bekannte Kletterer anschauen, finden wir genügend Beispiele, die zeigen, dass man mit Techniken sehr viel kraftsparender klettern kann. Ein zentraler Aspekt, der mir als schmächtige Kletterin sehr viel geholfen hat, ist das Körpergefühl mit einer starken Körperspannung.

Körpergefühl durch Klettern mit unterschiedlichen Anforderungen

Wenn immer nur in derselben Halle und dieselben Routen geklettert werden, werden unsere Fähigkeiten nicht mehr weiter gefordert. Durch häufiges Klettern in Routen mit unterschiedlichen Anforderungen können helfen: In der Halle bouldern, draußen die steile Lochkletterei, Kanten- und Reibungskletterei, Risse und Kamine nutzen. Dabei entwickelt sich bei vielen Kletterern ein gutes Körpergefühl. In wenigen Gebieten haben wir allerdings diese Vielfalt, oder gar Felsen in der Nähe.

Yoga für ein besseres Körpergefühl an der Wand

Yoga bietet dir eine große Bandbreite an Übungen und stellt eine interessante Möglichkeit dar, das Körpergefühl zu verbessern. Mit Yoga-Übungen für eine starke Körpermitte steigerst du die Körperspannung, was auch schon in leichten Überhängen spürbar ist. Definitiv.

Viele Übungen führen auch zu einer Stärkung der Arm- und Rückenmuskulatur.

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All das kann natürlich auch mit gezielten Übungen im Fitnessstudio erreicht werden. Was dort jedoch nicht erreicht wird und beim Yoga ein wichtiger Bestandteil ist:

Der Ausgleich sich ergänzender Übungen, die mentalen Aspekte und die Endentspannung, in der wir dem Körper Zeit geben, die neuen Bewegungsmuster abzuspeichern und sich zu regenerieren.

Keine Zeit für Klettern und Yoga?

“Ich würde ja gerne, habe aber keine Zeit!”

Diese Herausforderung kennen wir vermutlich alle.

Dennoch: Die Frage ist, wie wichtig es dir ist, ein besseres Körpergefühl zu entwickeln. Und wie wichtig es dir ist, auf Dauer verletzungsfrei zu bleiben.

Yoga ist dafür kein Pauschalrezept, aber es vermindert die Verletzungsgefahr deutlich. Für Yoga brauchst du dir nicht jeden Tag eine Stunde Zeit nehmen. Das mache ich auch nicht. Ich habe sehr gute Veränderungen wahrgenommen bei einem Training von drei Mal pro Woche mit jeweils 20-30 Minuten. Das kann bei dir kürzer oder länger sein, denn jeder Kletterer ist anders.

Falls für dich das Wort "Training" nicht zum Yoga passt, sondern ins Fitnessstudio gehört: Für mich heißt Training gleich Üben. An sich arbeiten. Sich auch mental auf neue Herausforderungen einlassen. Aber auch Grenzen akzeptieren.

Mein Fazit

Hier ein paar Ideen, wie du Yoga und Klettern unter einen Hut bringen kannst:

  1. Integriere Yoga in dein Klettertraining: Mach nach dem Klettern ein paar Übungen für die Körperpartien, die es am meisten brauchen.
  2. Mach Gleichgewichtsübungen: Auf meinem früheren You-Tube-Kanal ConTodoVideos findest du ein paar Übungen für mehr Gleichgewicht.
  3. Entwickle eine Routine für mehr Körperspannung: Zum Beispiel täglich eine stärkende Bauch-Übung mit einer Dauer, die dir angemessen erscheint. In Fit4Climbing findest du eine breite Auswahl an kurzen Trainings, die dir bei regelmäßiger Ausübung helfen werden, eine stärkere Körpermitte zu entwickeln.

Gewohnheit heißt die große Lenkerin des Lebens. Daher sollen wir uns auf alle Weise erstreben, gute Gewohnheiten einzuimpfen. (Francis Bacon)

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Steh höher an. Beug Rückenschmerzen nach dem Klettern vor. Und werde mental stärker.

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