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Mate brrr – wie passt das zum Klettern?

Stefanie | 20. September 2015
11 Kommentare

Gewöhnungsbedürftig, doch irgendwann kommt man auf den Geschmack – Club Mate ist den meisten Kletterern ein Begriff. Wir sind eher bekennender Fan vom Original Mate. Die erste Reaktion beim Probieren, wie man Mate trinkt und was es beim Klettern bewirkt.

“Was trinkst du da?” fragte mich einmal ein Kind in der Boulderhalle und schaute mit einer Mischung aus Neugier und Skepsis auf den Holzbecher, aus dem ein silbernes Röhrchen ragte.

“Das ist Mate, das kommt aus Südamerika. Die Kräuter befinden sich in dem Becher, man gießt heißes Wasser drauf und trinkt das durch diesen Röhrchensieb. Ist wie Tee, aber etwas stärker”, sagte ich.

Anbieten wollte ich es dem Kind lieber nicht, wahrscheinlich wäre es aus den Schuhen gekippt.

So ging es mir zumindest am Anfang. Und heute? Heute habe ich beim Klettern und Bouldern fast immer Mate dabei. Club Mate hat schon Recht mit dem Slogan “Man gewöhnt sich dran”.

Was bringt Mate beim Klettern?

Mann trinkt Mate
Pause! Nach einem langen Trekking genießt unser Freund Andresito einen frischen Mate auf der Hütte.

Sehr bitter und stark schmeckt der Mate bei den ersten beiden Aufgüssen, danach wird es besser. Mate hat, ähnlich wie Kaffee, eine anregende Wirkung.

Für mich wirkt es konzentrationsstärkend, puscht tatsächlich auch und hilft mir durch den leicht bitteren Geschmack etwas, den Hunger im Zaun zu halten. Vielleicht ist ein bisschen Einbildung dabei, ich habe jedoch den Eindruck, dass es mir hilft, etwas stärker und mit mehr Entschiedenheit zu klettern.

Gleichzeitig hat Mate trinken für mich etwas Beruhigendes in einer Kletterpause, ähnlich wie wohl für einen Raucher seine Pausenzigarette.

Besonders mit anderen Kletterern, die auch Mate trinken, kommt noch die soziale Komponente dazu: Der Mate-Becher wird herumgereicht, zwischendurch wird immer wieder heißes Wasser nachgegossen. Man unterhält sich und genießt.

Wie bereitest du Mate richtig zu?

Die Zubereitung spielt eine Rolle für den Geschmack. Hier die wichtigsten Schritte:

  1. Mate-Becher mit Yierba Mate (Kräuter Mate) etwa zu 2/3 füllen.
  2. Becher mit der Hand verschließen und schütteln, damit der Staub raus geht.
  3. Den Becher leicht kippen und das Röhrchen (die “bombilla”) in den Becher geben, wo keine Kräuter sind.
  4. Den Becher gerade stellen und etwas kaltes Wasser hineingießen – nicht zu viel, die Kräuter sollen das Wasser lediglich aufsaugen. Heißes Wasser hineingießen, am besten auf eine Seite, so dass nicht die ganzen Kräuter mit Wasser “geflutet” werden.
  5. Das Wasser sollte nur ca. 80-90°C heiß sein, es sollte nicht gekocht haben, weil die Kräuter dann etwas anders schmecken.

Danach kann man die Kräuter immer wieder aufgießen, solange bis der Mate nicht mehr richtig schmeckt.

Mann in einer Hütte
Klappen nach dem Mate die Klimmzüge besser? Andrés springt an das Campus-Board am Türrahmen der Hütte und hat Spaß.

Kulturknigge: Regeln beim Trinken von Mate

Mate wird vor allem in Argentinien und Uruguay getrunken und ist auch in Paraguay und Chile sehr bekannt. Besonders in Argentinien genießt der Mate einen ähnlichen Status wie das Bier in Bayern.

Yerba-Mate
Zugegeben, es schaut nicht appetitlich aus und wird beim Probieren vielleicht auch nicht besser. Ist halt echt Geschmackssache. Bei mir jedenfalls trifft der Slogan von Club Mate echt zu: Man gewöhnt sich dran.

Interessant zu wissen:

Wenn du mit einem Argentinier Mate trinkst, kann es sein, dass es etwas traditionell zu geht (bei den anderen Nationalitäten glaube ich etwas weniger). Die beiden wichtigsten Punkte zum Merken:

  1. Der “Gastgeber” bereitet den Mate zu, er trinkt auch den ersten Aufguss, weil dieser meist sehr bitter ist.
  2. Wenn du ausgetrunken hast, geht der Becher immer an den Gastgeber zurück, der dann heißes Wasser nachgießt und den Becher an den nächsten reicht. Selbstbedienung kommt nicht immer gut an.

Zusammengefasst

Mate beim Klettern ist für mich ein Genuss und eine leichte Energiequelle für’s Klettern. Auch wenn es mich nach meinem ersten Mate echt geschüttelt hat, ist der Mate heute meistens im Rucksack mit dabei.

Wenn du noch nicht den Geschmack von Mate kennst, probier vielleicht erst einmal Club Mate, was doch noch etwas süßer ist und mehr einen Erfrischungseffekt hat. Du kannst den Mate auch mit Zucker süßen oder ihm mit etwas Zitronensaft eine andere Note verleihen – für’s Klettern ist mir mittlerweile jedoch das Original lieber.

Hast du schonmal Mate probiert? Wenn ja, wie war dein erster Eindruck – lecker oder pfui?

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11 Kommentare zu “Mate brrr – wie passt das zum Klettern?

  1. Meine ersten Erfahrungen/letzten Erinnerungen mit echtem Mate waren mit etwa 2. Jahren. Verwandschaft trank es beim Fest traditionell. Hab es noch vor Augen und der Blog erinnert mich daran… Cool, danke!

    Bin angefixt Mate jetzt auch öfter mit zum Klettern zu nehmen. 😉

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