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Yogamatten-Test: Wer von den 5 ist der Sieger?

Stefanie | 30. Oktober 2017
8 Kommentare

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Auch wenn ein Yogamatten-Test nicht dasselbe ist, wie selbst verschiedene Matten auszuprobieren, kann dir so ein Test praktische Hinweise geben, an die du vorher nicht unbedingt gedacht hättest. Nachdem mein letzter Yogamatten-Test wieder eine Weile her ist, gibt es hier ein Update.

Dass die Yogamatte so einen großen Unterschied für die Übungspraxis macht, hätte ich am Anfang niemals gedacht.

Für meinen allerersten Kurs suchte ich 2005 eine günstige Yogamatte. Erstmal wollte ich sehen, ob Yoga mir überhaupt taugt. Und siehe da, zufällig bin ich über ein günstiges Starterset gestolpert, bestehend aus Yogamatte, zwei Blöcken, einem Gurt. Dabei waren sogar eine DVD und ein großes Poster, das einige Yoga-Haltungen zeigte. Natürlich wunderbar beweglich ausgeführt.

Pff. Da komme ich ja niemals hin, dachte ich damals.

Trotz Unbeweglichkeit und anfänglicher Skepsis bin ich dabeigeblieben.

Yogamatten
Hier ist sie, meine allererste Matte aus dem Starterset! Marke unbekannt. Für den Start hat sie sehr gut funktioniert.

 

Nach vielen Jahren haben sich nicht nur meine Beweglichkeit, Kraft und Körperspannung komplett verändert, sondern auch meine Einstellung zum Yoga und welche Yogamatten ich benutze.

Das hier ist kein objektiver Testbericht, sondern mehr eine Zusammenfassung von den fünf unterschiedlichen Yogamatten-Modellen, die ich bisher im Einsatz hatte, wie ich damit geübt habe und was ich gut oder weniger gut finde. Meine allerste Yogamatte lasse ich hier weg. 🙂

Die Matten von Lotus Design bekam ich damals für die Aufnahmen von unserem Buch Das Yoga-3x3 für Kletterer zur Verfügung gestellt. Die anderen Matten habe ich mir über eine Freundin und online zugelegt.

Welche sind die fünf unterschiedlichen Yogamatten?

Hier sind sie:

  1. Manduka eKO Lite
  2. Manduka eKO SuperLite
  3. Lotus Design Yogamatte Ökotex Premium
  4. Lotus Design Yogamatte TPE
  5. Yogabox Sukha Yogamatte Asana Sticky

Die Links habe ich nur aus praktischen Gründen hinterlegt, falls du die Produktbeschreibung beim Hersteller sehen willst.

Jetzt zu den Details, beginnend mit meinem aktuellen Liebling:

1. Manduka eKO Lite

Die Yogamatte, die ich im Moment zuhause im Einsatz habe und fantastisch finde.

yogamatten
Die eKO Lite ist die obere türkise Matte. Im Vergleich sieht man, dass sie größer ist und ich finde, sie sieht auch schwerer aus. Trotzdem ist sie mit Abstand mein Favorit.

Warum finde ich sie so genial?

Meine Hände und Füße haben einen richtig guten Halt. Wenn ich was nicht leiden kann, dann ist es ein Hund, in dem meine Hände nach vorne wegrutschen. Dann verzichte ich lieber auf den Hund ...

Und die eKO Lite hat etwas Besonderes, das sich nicht so leicht beschreiben lässt.

Sie fühlt sich einfach gut an und ich habe den Eindruck, dass sich meine Yogahaltungen dadurch etwas verändert haben. Auf dem Rücken merke ich nicht so den Unterschied, bei den Standhaltungen und vor allem den Gleichgewichtshaltungen schon.

Auch wenn sie „lite“ heißt, finde ich sie mit ihren 2,1 kg nicht so leicht. Das ist für zuhause aber kein Problem, im Gegenteil. Ich finde es eher besser, weil sie ein bodenständiges, erdendes Gefühl gibt. Mit der Stabilität bleibt sie auch, wo sie ist und rutscht nicht.

Gibt es auch einen Punkt, der nicht so gut ist?

Ja, den gibt es.

Etwas unpraktisch finde ich, dass an der Yogamatte Haare, Staub, Krümel etc. schnell kleben bleiben. Dann bin ich erstmal beschäftigt, die Krümel zu entfernen, bevor ich mit den Haltungen anfange.

Wenn der Boden immer sauber ist, ist das kein Problem. Nur ist das bei mir nicht immer zu 100 Prozent der Fall. 🙂

Wie das mit der eKO Lite wohl auf Teppichboden ist? Da müsste mit Sicherheit noch mehr hängen bleiben.

Was andere Bewertungen sagen

Einige negative Bewertungen sagen, dass die Yogamatte stark nach Gummi riecht. Vielleicht hängt es von dem Modell ab?

Ich kann's nämlich nicht nachvollziehen. Okay, die feine Spürnase habe ich nicht. Aber selbst Carlos, der einen sehr feinen Geruchssinn hat, hat noch nichts gesagt.

Die Daten zur eKO Lite

2. Manduka eKO SuperLite

Meine Yogamatte für unterwegs. Alexander, der zu den ersten Kletterern gehört, die von Anfang an bei uns dabei sind, hat mir 2014 von der Matte erzählt, als wir uns beim Petzl RocTrip getroffen haben:

"Die Matte ist wie ein Pfannkuchen. Die kannst du super zusammenlegen und die passt wahrscheinlich sogar in deine Handtasche."

Recht hat er.

Ich lege die Matte nur selten wie einen Pfannkuchen zusammen, weil ich die Knickstellen nicht mag. Wenn ich unterwegs bin, rolle ich sie meistens ganz normal zusammen und habe sie am Rucksack im Handgepäck dabei.

Yogamatten
Hier die eKO SuperLite in türkiser Ausführung. Ein bisschen grenzwertig auf den harten Granitfelsen! Für Standhaltungen kein Problem. Haltungen auf dem Rücken hier? Naja. Nein, danke. 🙂

Die Matte verkürzt die Wartezeit am Flughafen

Längere Flüge finde ich sehr anstrengend. Wenn wir nach Chile fliegen, gibt es entweder in Paris, Madrid oder Sao Paulo einen Zwischenstopp.

Warum in der Wartezeit nicht die Yogamatte ausrollen, dachte ich mir einmal. Seitdem mache ich das immer, weil es wie ein Reset ist.

15 Minuten Sonnengruß, Drehsitz oder entspannte Beindehnungen im Liegen und du fühlst dich wie neugeboren!

Ach ja, und: Die Matte hat einen sehr guten Gripp, so dass die Haltungen stabil bleiben. Ganz wichtig.

Kleine Minuspunkte

  1. Manche Haltungen, gerade auf dem Rücken, fühlen sich zu hart an.
  2. Die Matte soll nicht nass werden. (habe ich gelesen)

Zu Punkt 1: Eine Decke oder ein Handtuch kannst du zusammengefaltet als zusätzliche Unterlage nutzen.

Punkt 2 finde ich etwas kniffliger. In den Tropen bin ich eher weniger unterwegs. Die Luftfeuchtigkeit ist also kein Problem. Nur bedeutet das auch, dass die Matte nicht einfach in der Wanne gewaschen werden kann (in der Waschmaschine schon gar nicht).

Bisher habe ich sie immer feucht abgewischt. Nur manchmal reicht das nicht.

Einmal kam ein großer Bernhardiner zu mir auf die Matte getapst, den ich kaum wegschieben konnte. Seine Spuren habe ich nicht unbedingt als Andenken gebraucht ... die gingen nicht so leicht weg.

Aber ich denke, auch das bekommt man in den Griff, wenn man die Matte nach dem Üben öfter abwischt.

Die Daten zur eKO SuperLite

3. Lotus Design Yogamatte Ökotex Premium

Für die Fotos vom Yoga-3x3 für Kletterer bekamen wir, damals von Asanayoga, zwei Yogamatten zur Verfügung, die ich ebenfalls längere Zeit im Einsatz hatte.

Eine davon ist die Ökotex Premium Matte von Lotus Design (im asanayoga-Shop damals als "ASANA Yogamatte ECO" Modell geführt).

Yogamatten
Links die Yogamatte TPE, rechts die Ökotex Premium Matte.

Mit ihr habe ich eine lange Zeit geübt und finde, dass sie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat.

Griffig, stabil, waschbar.

So würde ich die Vorteile zusammenfassen.

Etwas genauer:

Die Matte hat einen guten Gripp, das heißt im Hund bleiben die Hände "kleben" und rutschen nicht weg. Trotzdem bleiben Krümel etc. hier weniger hängen als bei der eKO Lite.

Sie gibt, ähnlich (wenn auch nicht ganz genauso) wie die eKO Lite, ein stabiles Gefühl für Stand- und Gleichgewichtshaltungen.

Yogamatten
Hier übe ich mit der Ökotex Premium Matte den Halbmond. Die Matte passt dafür sehr gut, sie ist weder zu dick noch zu dünn und gibt Stabilität.

Praktisch finde ich, dass du die Matte laut Herstellerangabe mit 30° waschen kannst, auch wenn die Badewanne vielleicht die bessere Wahl ist. Aber immerhin ist sie unempfindlich.

Und die Nachteile?

Gute Frage!

Eventuell das Material, PVC.

PVC mag ich nicht so. Diese Matte wird in Deutschland produziert und laut Hersteller entspricht sie dem höchsten Öko-Tex-Standard 100 der Produktklasse 1 entspricht.

Insofern sehe ich das weniger problematisch. Die eKO Lite fühlt sich aber trotzdem besser an, finde ich. 🙂

Die Daten zur Ökotex Premium

4. Lotus Design Yogamatte TPE

Die Yogamatte TPE (damals ASANA Yogamatte POWER) sieht echt toll aus, dachte ich anfangs.

Im Gegensatz zu anderen Yogamatten hat sie sich bei mir für eine dauerhafte Übungspraxis leider nicht bewährt.

Yogamatten Test
Für Haltungen wie diese ist die TPE Matte sehr gut, finde ich. Umgekehrt würde ich den Ellbogen sofort spüren, wenn ich die Haltung auf einer dünnen Matte machen würde.

Zu dick und zu wenig Gripp

Weil ich, vor allem am Morgen, viele Stand- und Gleichgewichtshaltungen übe, ist mir die Matte mit ihren 6 mm zu dick.

Früher habe ich auch oft Vinyasa-Yoga gemacht, das heißt mit vielen Hund- und Bretthaltungen. (warum ich heute anders übe, erzähle ich dir beim nächsten Mal)

Im Hund sind mir dauernd die Hände weggerutscht. Das habe ich auch im ersten Testbericht geschrieben. Carlos geht es bei der Matte auch so. Nina, die damals bei den Fotoaufnahmen für das Yoga-3x3 dabei war, hat das nicht so empfunden.

Insofern ist das vielleicht auch sehr subjektiv. Ich kann mir vorstellen, dass bei feuchten Händen der Gripp besser ist. 🙂

Wann macht die Matte Sinn?

Lotus Design schreibt, dass die Matte für sanftere Yoga-Stile geeignet ist. Das macht für mich mehr Sinn als die damalige Beschreibung, dass die Matte für Ashtanga-, Power- und Vinyasa-Yoga sehr geeignet sei.

Alle Haltungen im Sitzen, Liegen und Yin-Yoga mit längerem Halten passen hier gut, finde ich.

Yogamatten
Das fühlt sich gut an! Für längeres Halten von solchen entspannten Übungen ist die dicke Matte eine gute Idee.

Die Details zur Yogamatte TPE:

5. Yogabox Sukha Yogamatte Asana Sticky

Hiervon hatte ich kurz nach meiner Yogalehrerausbildung einige Matten von meiner Yoga-Kollegin Andrea günstig erhalten.

Ich nutze sie für Workshops und unser Boulder-Yoga-MeetUp, falls jemand keine Matte hat, und habe eine der Matten früher auch eine Zeit lang selbst genutzt.

yogamatten
Die Asana Sticky habe ich für Outdoor-Videos oft mitgenommen. Dafür ist sie sehr praktisch und robust, wobei ich für diesen Zweck eine Unterlage besser finde.

(Nicht immer) rutschfest, abwaschbar, sehr günstig

Einige Modelle sind wirklich "sticky", also rutschfest - ein Plus.

Ich bin mir nicht sicher, ob damals unterschiedliche Modelle in meinen Mattenbestand gewandert sind. Auf jeden Fall waren einige Exemplare auch dabei, die nicht rutschfest waren.

Der Preis ist unschlagbar günstig und damit für jemanden mit kleinem Budget sehr erschwinglich.

Praktisch: Die Matte ist abwaschbar. Ich habe sie schon sowohl in der Badewanne als auch in der Waschmaschine bei niedriger Temperatur gewaschen.

Kleine Minuspunkte

  1. Nicht alle Modelle haben guten Halt geboten - aber wie gesagt, vielleicht war das ein Mix von mehreren Modellen.
  2. Auch hier ist das Material PVC - wenn auch frei von einigen Schadstoffen und Weichmachern, die auf der Seite aufgeführt werden.

Die Details zur Asana Sticky:

Mein Fazit zu den Yogamatten

Es gibt eine ganze Bandbreite von Yogamatten mit unterschiedlicher Qualität und unterschiedlichen Preisen.

Welche am besten passt, hängt von mehreren Faktoren ab.

Ich kann es aus eigener Erfahrung nachvollziehen, wenn jemand, gerade am Anfang, keine 60€ für eine Yogamatte ausgeben will.

Es kommt auch darauf an, wie oft du auf die Matte gehst und welche Haltungen du am liebsten übst.

Als ich damals nur hin und wieder Yoga gemacht habe, waren für mich die Starter-Matte oder die Yogamatten von der Yogabox vollkommen okay. Für das, was ich gesucht habe, hat es gereicht.

Heute ist das anders.

Auf Workshops oder unterwegs übe ich auch mit anderen Matten. Zuhause macht meine Lieblingsmatte, die eKO Lite, das Erlebnis auf der Matte besser.

Wie ist deine Erfahrung mit deiner Yogamatte? Top oder Flop?

PS: Hier findest du übrigens auch einen Guide mit Infografik falls du wissen möchtest, ob du eine Matte brauchst, worauf es ankommt und wie du sie sauber hältst.

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8 Kommentare zu “Yogamatten-Test: Wer von den 5 ist der Sieger?

  1. Bin auf der Suche nach einer Matte auch auf ASANA gestoßen und habe auch die Eco. Kann sie auch vorbehaltslos empfehlen. Rutschfest, dünn, aber immer noch abfedernd genug für Bodenübungen. Sobald die Füße die Matte berühren, setzt die Vorfreude auf die Yogasession ein. Eine schöne Konditionierung. 🙂

    1. Hey Steffi, danke fürs Teilen deiner Erfahrung! Freut mich, dass die Eco dir zusagt. Der Punkt mit der Konditionierung ist hilfreicher als man manchmal denkt. Weil eine Matte, die man nicht sonderlich mag, unterbewusst immer dazu führen wird, dass man die Zeit auf der Matte vermeidet.

    1. Hallo Sabrina,
      Danke für deinen Kommentar, Tatsächlich gib es kein Shop mehr auf dieser Seite, wir werden den Beitrag aktualisieren 😉. Welche Yoga-Matte hast du gekauft? ich benutze die „Yogamatte ÖKO-TEX“ von Lottus Design. Stef benutzt eine von Manduka. Ich denke das Modell heißt „eKo Lite von 4mm“

    2. Hi Sabrina, dort hatte ich auch meine Manduka Super Lite Travelmats gekauft. Praktisch fand ich dort, dass man auch etwas weniger bezahlt, wenn man kein Problem mit Ware hat, die zurückgeschickt wurde. Finde ich sinnvoll. Ich hatte 2 solcher Exemplare gekauft und sie waren wie neu. Mittlerweile habe ich auch die eKo Lite und liebe sie. Ich werde den Artikel updaten und einen neuen Mattenvergleich machen. 🙂 Danke für deinen Hinweis!

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