10 Weihnachtsgeschenk-Ideen fürs Klettern und Entspannen
Stefanie | 13. Dezember 2018
3 Kommentare
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Alle Jahre wieder ... Weihnachten. Und damit das Weihnachtsgeschenk.
Nichts gegen ein liebevolles Weihnachtsgeschenk. Die Geste an sich ist wunderschön. Auch sich selbst was schenken ist positiv, finde ich.
Aber: Ich habe den Eindruck, dass die Tendenz immer stärker in die Richtung geht, viel zu kaufen und Schnäppchen mitzunehmen anstatt sich bewusst für etwas zu entscheiden und es möglichst lange zu nutzen.
In Hinblick auf die Unmengen an Ressourcen, kristallisiert sich für uns immer mehr die Philosophie heraus:
Lieber weniger und dafür hochwertige Sachen.
Ein nettes, aber unnötiges Weihnachtsgeschenk?
Manchmal gibt's Produkte auf dem Markt, die ganz nett und sicher auch praktisch sind, die man aber auch nicht unbedingt braucht. Wir fragen uns bei vielen Sachen mittlerweile:
Brauche ich das wirklich? Welchen Unterschied wird es machen?
Dann gibt's auch Produkte, die dein Erlebnis wirklich besser machen. Die Basics eben. Und wenn die eine hohe Qualität haben, wirst du länger eine Freude daran haben.
Hier erzähle ich dir, was ich als Weihnachtsgeschenk für einen selbst sinnvoll finde, wenn du eigentlich schon alles hast. Und wenn du auf der Suche bist, welche Basics fürs Klettern, Yoga und für unterwegs unsere Lieblingsstücke sind.
#1 Zeit statt Zeug
Viele von uns sind in einer privilegierten Lage, dass wir uns etwas einfach kaufen können, wenn wir es brauchen. Zum Beispiel ein Paar Kletterschuhe. Was fehlt, ist Zeit.
Wie wäre es mit einem Gutschein als Weihnachtsgeschenk - zum Beispiel für einen Halleneintritt zum gemeinsamen Bouldern zu verschenken, anstatt die dritte Bürste zum Griffe schrubben?
Oder ein Gutschein für eine Yoga-Stunde oder für Yoga Zuhause? Yoga gehört für mich zu den besten Möglichkeiten, um sich gefühlt Zeit zu schaffen. Es ist vergleichbar mit dem Schärfen einer Säge.
#2 Ein ätherisches Öl für Energie und Entspannung
Seit kurzem haben Carlos und ich ätherische Öle im Einsatz. Wir finden sie klasse, weil sie dem Bouldern und Yoga einen neuen Aspekt geben, den wir vorher so nicht kannten. (zum Outdoor-Klettern würde ich sie nicht unbedingt nehmen, weil der Wald ja schon genug Aroma bietet)
Ein hochwertiges, ätherisches Öl macht deine Atmung in der Yoga-Haltung bewusster und den Kopf entspannter. Das macht den Körper in der Haltung geschmeidiger. Vor allem habe ich gemerkt, dass ein Duft helfen kann, in Sekunden den Fokus zu verändern. Das ist bei Stress unglaublich wertvoll.
Fürs Bouldern nehmen wir gerne ein Öl, das die Energie steigert, wenn der Tag lang war oder es draußen schon dunkel ist. Fürs Cool-Down kann ein Öl auch sehr hilfreich sein, um die Wirkung zu erhöhen. Auch die Füße freuen sich über mehr Aufmerksamkeit, zum Beispiel mit einer Fußmassage und einem Frische-Aroma.
Wenn du wissen willst, welche Öle wir gerade nutzen, schau in unseren neuen Online-Shop. Dort gibt's auch Pakete mit den Ölen und themenspezifischen Yoga-Videos wie aktive Ruhetage, fürs Warm-Up, Cool-Down.
Falls du dagegen mehr auf der Suche nach langlebigen Basics bist, erzähle ich dir noch, welche Teile wir lieben.
#3 Kletter-Rucksack Roc 35
Dieser Rucksack von Millet hat uns geholfen, beim Seilklettern endlich organisierter zu sein. Wir finden ihn klasse, weil sich die Expressen und Karabiner übersichtlich im Innenraum an Schlaufen hängen lassen. Auch die Schuhe sind an den Seiten gut verstaut und im oberen Teil kannst du vieles Nützliches verstauen.

Wenn du den ausführlichen Testbericht lesen willst, klick hier. Dort haben wir auch ein Video gemacht und zeigen, wie wir den Rucksack packen.
#4 KletterRetter Collection
Nicht neu, sondern schon länger im Einsatz: einige Produkte von unserem Freund und Partner KletterRetter:
- die Handcreme*, die unseren armen Händen nach dem Bouldern ein erfrischendes Gefühl gibt, das wir nicht mehr missen möchten.
- das Liquid Chalk*, das oft doch besser hält als normales Chalk (vielleicht ist es auch der Placebo? "Mit Liquid Chalk muss es klappen!"). Zumindest ist es staubfreier und angenehmer auf der Haut.
- das Erste-Hilfe-Set*, das bei Outdoor-Klettern und Trips immer im Rucksack dabei ist.

Wir haben noch viele andere Produkte Zuhause, die für dich vielleicht interessant sind: die Boot Bananas* gegen stinkende Kletterschuhe, die Powerfingers, den Minibarren von Edelkraft, Fingerboard ... aber sie haben für uns mehr die Kategorie "praktisch, aber momentan nicht essentiell".
Wie sieht's mit den Basics fürs Yoga aus?
#5 meine Yoga-Basics
Zu den wichtigen Yoga-Basics gehören für mich:
- eine gute Yogamatte
- ein Yogablock
- ein Yogagurt
Die Yogamatte
Eine gute Yogamatte kann deine gesamte Yogapraxis verändern. Wir hatten immer wieder mehrere Matten für Workshops und zum Testen. Mein Favorit ist die Manduka eKO Lite. Der Grip ist sehr gut, die Matte ist stabil und fühlt sich gut an.
Bei unserem Boulder-Yoga-MeetUp oder allen Trips habe ich die Manduka eKO Superlite Travel Mat* dabei. Die Yogamatte ist seit 2015 mein Liebling zum Mitnehmen, weil sie leicht ist und sich wie ein Pfannkuchen zusammenlegen lässt.
Wenn du viel unterwegs bist und nicht auf die Auszeit auf der Matte verzichten willst, wird die eKO Superlite Travel Mat ein praktischer Helfer sein.
Da es hier unterschiedliche Vorlieben gibt, würde ich eine Yogamatte nicht unbedingt als Weihnachtsgeschenk nehmen, sondern zum Beispiel einen Gutschein dafür mit flexibler Auswahl gestalten.

Basis-Hilfsmittel für leichteres oder intensiveres Yoga
Was ich mittlerweile oft nutze und nicht mehr missen möchte, sind der Yogablock und der Yogagurt.

Es gibt natürlich weitere praktische Sachen, wie ein Yogapolster oder Yoga-Handtücher. Die nutze ich auch.
Aber ein Yogablock und ein Yogagurt geben Zuhause einen größeren Mehrwert, finde ich. Du kannst die Haltungen damit entweder vereinfachen oder umgekehrt intensiver machen.
Wenn du wissen willst, welche Haltungen fürs Klettern und Bouldern mit Block und Gurt wirksamer werden, schau in den Shop. Ich habe dort ein paar Videos im Workshop-Stil mit vielen Details aufgenommen. So bekommst du ein Gefühl für deine Ausrichtung und wie du Haltungen verändern kannst.
Ein Yogagurt ist auch eine praktische Weihnachtsgeschenk-Idee. Er braucht nicht viel Platz und ist gerade für Kletterer mit verkürzten Beinrückseiten (also für die meisten von uns :-)) ein sinnvolles Werkzeug.
Für unterwegs
Nachdem wir in der Atacama-Wüste, in Patagonien und Kalifornien mehrmals viele Wochen am Stück mit dem Zelt unterwegs waren, haben wir einige nützliche Outdoor-Helfer schätzen gelernt. Auch nach mehreren Jahren würde ich nicht mehr ohne diese Helfer aufbrechen.
Das Reisen ohne Zelt macht es einfacher, leichter zu reisen. Auch da schaue ich mittlerweile genau hin, was mitkommen darf und dass ich es schnell finde.
#6 Reise-Rucksack Monarch 22
Nicht unbedingt ein Weihnachtsgeschenk, aber ich erwähne ihn trotzdem. Den Rucksack von Marmot* habe ich einmal in einer Aktion gekauft und möchte ihn nicht mehr hergeben. Dieser Rucksack ist mein Begleiter im Alltag und auf Reisen mit leichtem Gepäck.

22 l Fassungsvermögen wirken erstmal nicht viel. Dennoch hat für eine Woche Madrid und das anschließende Spanien-Retreat alles hereingepasst:
- die Kletterschuhe
- sparsam ausgesuchte Kleidung für 2 Wochen
- meine Manduka eKo Superlite Travelmat mit Stoff-Unterlage
- 3 Bücher
- ein Kamera-Stativ
- eine kleine Auswahl an Pflegeprodukte
Es gibt ein Extra-Fach für den Laptop und innen weitere Taschen zum Verstauen kleiner Gegenstände. Der Rucksack macht mir die Organisation deutlich leichter. Einziges Manko: Fürs Einkaufen mit Rad ist der Rucksack weniger geeignet.
#7 Pack-System
Unser Freund Chris, mit dem wir schon in Nepal, Madrid und Mallorca waren, schwört darauf.
Ich fand es eigentlich eher unpraktisch, weil ich dachte, dass man damit nicht den vollen Raum im Rucksack ausnutzt.
In einem Outdoor-Laden in Kalifornien haben wir das Pack-System gesehen und dachten, dass es uns helfen könnte, uns für den anstehenden Trip zu Joshua Tree und Bishop besser zu organisieren. Es ist echt klasse.
Gerade, wenn du länger unterwegs bist, hilft dir ein Packing System, Ordnung im Rucksack zu halten. Kein lästiges Suchen mehr!
Carlos und ich haben jeweils 3 Cubes von Eagle Creek:
- einen 10,5-Liter-Cube für Kleidung
- einen 5-Liter-Cube für Socken, Unterwäsche
- einen 1,2-Liter-Cube für kleine Sachen, die wir bei Bedarf schnell brauchen: Stirnlampe, Pass, Geldbeutel, Phone etc.

#8 aufblasbares Kopfkissen
Früher hatten wir ein aufblasbares Cocoon-Kopfkissen. Es erfüllt seinen Zweck, war aber umständlich zum Zusammenlegen. Und die Nähte haben sich zu schnell aufgelöst.
Das Eagle Creek Kopfkissen finden wir unvergleichbar besser. Es ist viel kleiner, leichter und doppelt so schnell aufgeblasen.

Durch das Aufblase-System entweicht auch keine Luft, wenn du mal nach Luft schnappen willst.
#9 MSR Kochset Trail Lite Duo System
Unsere Outdoor-Küche war früher sparsam eingerichtet: ein kleiner Topf mit Deckel, ein dünnes Schneidebrett, 2 Tassen und Besteck.
Das hat mich in Bishop doch sehr genervt, weil wir von der Mini-Portion Nudeln aus dem Topf nicht satt wurden und neidisch auf unsere Nachbarn schielten, die mit allem Drum und Dran kochten.
Dann haben wir uns das MSR Trail Lite Duo Kochset* zugelegt.
Sehr praktisch ist, dass im Topf das komplette Set aufbewahrt ist und dass es wirklich leicht ist.

Da wir sowieso schon einen Topf haben, reicht uns dieses Set vollkommen aus. Wenn du noch kein Kochset hast, lohnt sich vielleicht ein Set mit 2 Töpfen.
#10 Der Sipper in der Nalgene-Flasche
Eigentlich ein Klassiker. Da wir selber den Sipper für die Nalgene-Flasche* aber relativ spät entdeckt hatten, habe ich ihn hier mit aufgenommen. Er eignet sich nicht nur als kleines Weihnachtsgeschenk mit anderen kleinen Geschenken, sondern auch für den Adventskalender nächstes Jahr.
Die Nalgene-Flasche ist sehr praktisch, weil sie eine Skala und eine große Öffnung hat. Die große Öffnung hat aber auch einen kleinen Nachteil.
Beim Trinken kommt dir gleich eine große Menge entgegen geschwappt (versuch damit mal im Bus zu trinken, ohne nass zu werden).
Der Sipper ist ein Einsatz, der die Öffnung verkleinert. Superpraktisch für unterwegs.

Der einzige Nachteil dabei: Manchmal scheint der Sipper-Durchmesser etwas kleiner zu sein als die Öffnung der Flasche. Bei einer Flasche ist der Sipper durchgerutscht, in der anderen Flasche passt er.
Fazit
Ich habe gerade bei Outdoor-Produkten früher oft gemeint, es sei unnötiges Schnickschnack. Es macht aber einen Unterschied, ob du nur ein paar Tage oder mehrere Wochen draußen unterwegs bist. Auch fürs Klettern gibt's viele sinnvolle Produkte. Es geht für mich auch nicht darum, auf alles zu verzichten, sondern darum, bewusster auszuwählen.
Die große Frage lautet: Was gibt dir oder dem/der Beschenkten einen hohen Mehrwert? Manchmal macht es Sinn, unauffällig zu fragen und dann erst das Weihnachtsgeschenk zu kaufen.
Wenn du auf Qualität bei den Basics achtest, wirst du sicher viel mehr Freude daran haben als bei mittelmäßigen Produkten. Und wenn alle Basics schon da sind, macht es sicher mehr Freude, ein Geschenk für mehr Entspannung oder für ein Erlebnis zu bekommen, als etwas, das hauptsächlich Platz in Anspruch nimmt.
Ich bin durch eine andere „Klettergeschenke-Liste“ auf die Türhalterungen von Smartrock aufmerksam geworden. Hab schon lange nach einer Möglichkeit zur Montage eines Fingerboards gesucht, da ich in meiner Wohnung leider vom Vermieter aus nicht bohren darf. Das System funktioniert einwandfrei.
http://www.smartrock.de
LG Moritz
Hallo Moritz, das sieht richtig gut aus. wir haben vor einigen Monaten einen Artikel geschrieben mit der gleichen Problematik. Aber am Ende haben wir unsere eigene Konstruktion gebaut. Ich kann mir vorstellen, dass die smartrock Lösung sehr gut funktioniert, wenn die Decke einigermaßen hoch ist. Vor allem spart man sich die Überlegungen und Rechnungen 🙂 Danke fürs Teilen!
Die Frage, wie wir das Board anbringen können, war der Faktor davor, dass das Board so lange ungenutzt herumlag 🙂
Die Türhaltung sieht sehr gut aus und die günstige Version kostet auch kaum mehr als das ganze Material, das wir verbaut haben inkl. Werkzeug. Die Smartrock-Türrahmen kann man wahrscheinlich auch leichter als so einen „Galgenkonstrukt“ mitnehmen, wenn man umzieht.